Private Konsumausgaben im Krisenjahr 2009 trotzdem gestiegen

Im Jahr 2009 hat jeder Einwohner in Sachsen durchschnittlich 14.495 Euro für den privaten Konsum ausgegeben, das waren 344 Euro bzw. 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Außerdem wurden von dem pro Kopf im gesamten Jahr verfügbaren Einkommen 9,6 Prozent bzw. 1.539 Euro pro Person gespart. Dieser Sparbetrag verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 106 Euro oder 6,4 Prozent. Dies war der größte Rückgang des Pro-Kopf-Betrages beim Sparen seit dem Jahr 1998.

Deutschlandweit erreichten die privaten Konsumausgaben 17.234 Euro je Einwohner, 0,1 Prozent mehr als 2008. Das aktuelle sächsische Ergebnis entsprach 84 Prozent des gesamtdeutschen Niveaus. Für die alten Länder ohne Berlin lag der Pro-Kopf-Wert bei 17.941 Euro und damit um rund 3 600 € über dem Ergebnis für die fünf neuen Länder. Insgesamt betrugen die Konsumausgaben im Jahr 2009 in Sachsen 60,6 Milliarden Euro in jeweiligen Preisen. Dieser Wert lag um 1,8 Prozent über dem von 2008. Der Anteil Sachsens an den gesamtdeutschen privaten Konsumausgaben betrug 4,3 Prozent.

Im Durchschnitt wurden 2009 in Deutschland 2 159 Euro je Einwohner gespart, das waren 124 Euro bzw. 5,4 Prozent weniger als im Jahr 2008. Die in Sachsen pro Kopf gesparten 1 539 Euro repräsentierten 71 Prozent des gesamt-deutschen Durchschnittswertes. Im Vergleich dazu wurden in den fünf neuen Ländern 2009 durchschnittlich je Einwohner 1 590 Euro und in den alten Ländern ohne Berlin 2 301 Euro gespart.

Die gesamtdeutsche Sparquote lag bei 11,1 Prozent des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte. Das Sparvolumen in Sachsen betrug 2009 in jeweiligen Preisen rund 6,4 Milliarden Euro, womit der sächsische Anteil am Bundeswert bei 3,6 Prozent lag.