Pro-Kopf-Verdienst gestiegen

Dresden – Der durchschnittliche Jahresbruttolohn der sächsischen Arbeitnehmer betrug im Jahr 2017 knapp 29.000 Euro. Das bedeutet einen Anstieg um 3,3 Prozent. Damit erhöhte sich der Bruttolohn auf knapp 85 Prozent des bundesweiten Durchschnittsverdienstes.

© Sachsen Fernsehen
 

Die Arbeitnehmer in Sachsen verdienten 2017 brutto, d. h. vor Abzug der Lohnsteuer und der Sozialbeiträge, durchschnittlich 28.981 € und damit 930 € bzw. 3,3 Prozent mehr als 2016. Im Bundesdurchschnitt betrug der Jahresverdienst 34.213 € je Arbeitnehmer, was einen Anstieg um 909 € bzw. 2,7 Prozent im Vergleich zu 2016 bedeutete.

Während in den alten Ländern (ohne Berlin) eine Steigerung um 2,6 Prozent zu verzeichnen war, erreichten die fünf neuen Länder mit 3,1 Prozent ein deutlich höheres Plus. In Sachsen erhöhte sich der Pro-Kopf-Verdienst damit auf knapp 85 Prozent des bundesweiten Durchschnittsverdienstes.

Nach Branchen vermeldete das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe mit 34.279 € den höchsten Durchschnittsverdienst sowie den höchsten Zuwachs (+3,8 Prozent bzw. +1.270 €) innerhalb Sachsens im Vergleich zu 2016. Ein Teil dieses Bereichs ist das Verarbeitende Gewerbe mit aktuell 33.449 € pro Arbeitnehmer.

In allen anderen Wirtschaftsbereichen stiegen die Pro-Kopf-Verdienste ebenfalls an, blieben bei der Steigerung aber teilweise weit unter 1.000 € pro Arbeitnehmer. Die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei verzeichnete auch 2017 mit 21.198 € sowohl die niedrigsten Pro-Kopf-Verdienste als auch den geringsten Zuwachs (+0,7 Prozent bzw. +152 €).

Insgesamt wurden 2017 Bruttolöhne und -gehälter in Höhe von reichlich 53 Milliarden € an die Arbeitnehmer in Sachsen gezahlt, 3,9 Prozent aller Bruttolöhne und -gehälter in Deutschland. In Sachsen stieg diese Summe gegenüber 2016 um 4,5 Prozent. Dies entsprach auch dem Anstieg im gesamten Bundesgebiet (fünf neue Länder +4,1 Prozent).

Der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ publiziert die Bruttolöhne und -gehälter als Teil der Arbeitnehmerentgelte.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen