Prognose: Bevölkerung in Dresdner Innenstadt wird stark anwachsen

Bis 2020 wird die Anzahl der Bewohner in den Gebieten Altstadt|Friedrichstadt um mehr als zehn Prozent steigen. Kaum wachsen werden die Stadträume Südvorstadt|Zschertnitz, Johannstadt, Leuben, Tolkewitz|Seidnitz|Gruna. +++ 

Die Dresdner Bevölkerung wächst bis 2030 auf etwa 585 600 Einwohner (derzeit: 537 300 Einwohner). Dies entspricht einem Anstieg von etwa neun Prozent. Das besagt die aktuelle Bevölkerungsprognose der Landeshauptstadt Dresden. 

Nun liegen auch die Zahlen zur Entwicklung der Altersstruktur in den nächsten 15 Jahren vor: Während die Anzahl der 0- bis 5-Jährigen in etwa gleich bleibt, wird die Anzahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren kontinuierlich ansteigen und sich bei den Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren sogar verdoppeln. Auch alle Altersjahrgänge ab 30 Jahre erfahren einen Zuwachs, der etwa die Größenordnung des prognostizierten Wachstums der Gesamtstadt hat. Ein Rückgang wird nur für die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen erwartet. Diese wird im Jahr 2030 voraussichtlich um rund 15 Prozent kleiner sein als 2014.

Auch für die 17 Dresdner Stadträume (Stadträume beinhalten mehrere Stadtteile) liegen die Prognosen vor. Weil die Abschätzung des Umzugsverhaltens längerfristig problematisch ist, beziehen sich die Aussagen zur Entwicklung der Stadträume auf den Zeithorizont bis zum Jahr 2020.

Demnach wird eine besondere Zunahme der Bevölkerungszahl in den innenstadtnahen Stadträumen erwartet: So werden die Gebiete Altstadt/Friedrichstadt um mehr als zehn Prozent, die Äußere und Innere Neustadt, die Leipziger Vorstadt/Pieschen, aber auch Blasewitz/Striesen und Cotta/Löbtau/Naußlitz/Dölzschen um je sieben bis acht Prozent zunehmen.

Demgegenüber werden die Stadträume Südvorstadt/Zschertnitz, Johannstadt, Ortsamtsbereich Leuben, Tolkewitz/Seidnitz/Gruna kaum wachsen (weniger als drei Prozent). In den drei letztgenannten Stadträumen ist ein Geburtendefizit zu verzeichnen.

Die Zunahme in der Leipziger Vorstadt/Pieschen steht demgegenüber auch mit einem besonders hohen Geburtenüberschuss im Zusammenhang. Von Wanderungsgewinnen profitieren im hohen Maße die Altstadt/Friedrichstadt sowie die Johannstadt, Blasewitz/Striesen sowie der Ortsamtsbereich Loschwitz mit Schönfeld-Weißig.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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