Projekt als Ausgangspunkt für Entwicklung einer landesweiten Bibliothekskonzeption

Landesfachstelle für Bibliotheken präsentierte am Montag im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst moderne Zukunftskonzepte. Mehr dazu unter www.dresden-fernsehen.de +++

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, hat bei der heutigen Präsentation moderner Zukunftskonzepte durch die Landesfachstelle für Bibliotheken in Chemnitz den Stellenwert der Bibliotheken für die kulturelle Bildung herausgehoben: „Bereits im Vorschulalter unserer Kinder sind es die Bibliotheken, die frühzeitig die so wichtige Lesekompetenz stimulieren und über vielfältige Medienangebote Zugänge zur Mediennutzung auch zu anderen Bereichen der Kultur ermöglichen. Schließlich ist es auch die Begegnung mit anderen Menschen, das gemeinsame Lernen und nicht zuletzt der Austausch über die Inhalte der Bücher und anderer Informationsquellen, welche die Bibliotheken zu sozialen Lernorten machen: Im Zusammenwirken von Elternhäusern, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sind Bibliotheken unverzichtbar.“

Mit dem Projekt „Fit für die Zukunft“ wurden für 14 exemplarische kommunale Bibliotheken individuelle Bibliothekskonzepte erarbeitet. Die Wissenschaftsministerin nannte dies als möglichen Ausgangspunkt für die Entwicklung einer landesweit gültigen Konzeption öffentlicher Bibliotheken im Freistaat Sachsen.

Sabine von Schorlemer unterstrich, dass das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst weiterhin das Ziel einer fortdauernden Modernisierung der Bestände sächsischer Bibliotheken, deren Kooperation und Vernetzung verfolge. „Im Zuge der umfassenden Neustrukturierung des Bildungssystems müssen sich Bibliotheken weiter vom klassischen Wissensspeicher zum aktiven Bildungspartner entwickeln. In den sächsischen Bibliotheken bedarf es dazu neuer Akzentsetzungen und Absprachen. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Digitalisierung von Kulturgut.

“Notwendiger Umbau und Erweiterung des Serviceangebots einerseits und weitere Ra-tionalisierungsanstrengungen andererseits erforderten ein vertieftes partnerschaftliches Zusammenwirken der sächsischen Bibliotheken. Der Ansatz eines möglichen Maximums an Synergieeffekten gelte keineswegs nur für den Bereich der wissenschaftlichen Biblio-theken. Mit Rücksicht auf die anzustrebende Durchlässigkeit zwischen universitärer und beruflicher Bildung sollten die wissenschaftlichen Bibliotheken und allgemeinen Biblio-theksdienste möglichst allen Interessierten unbeschränkt zugänglich sein.

„Wenn wir sagen, dass wir den demografischen Wandel, insbesondere im ländlichen Raum, das heißt eben in dünn besiedelten Räumen, kulturell begleiten wollen, dann bedeutet dies zum Beispiel auch, mobile Angebote von Fahrbibliotheken zu unterstützen. Für Angebote von Dienstleistungen und Bestandserweiterung bedarf es einer angemes-senen Berücksichtigung aller neuen Entwicklungen auf dem Medien- und Informations-markt. In dieses Netzwerk gehören die Bibliotheken und die Landesfachstelle“, so Sach-sens Wissenschaftsministerin heute vor Fachleuten in Dresden.

Quelle: Medienservice Sachsen

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