Projekt „Lesestark!“ der Dresdner Bibliotheken ausgezeichnet

Die Städtischen Bibliotheken sind für ihr Vorleseprojekt „Lesestark!“ mit dem dritten Platz beim Deutschen Lesepreis ausgezeichnet worden. Aktuell betreuen 109 ehrenamtliche Dresdner Vorlesepaten 4.508 Kinder in Kitas und Grundschulen. +++

Seit 2013 würdigen die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung mit dem Deutschen Lesepreis Projekte, die sich nachhaltig für die Leseförderung in Deutschland einsetzen.

Aus den diesjährigen 209 Bewerbungen für den Deutschen Lesepreis wurden nun die 37 Nominierten aus den Kategorien „Ideen für morgen“, „Herausragendes individuelles Engagement“, „Herausragendes kommunales Engagement“ in Berlin ausgezeichnet. Darunter Projekte, die das Vorlesen für Flüchtlingskinder beinhalten, die sich dem Thema „Lesen in der Familie“ angenommen haben oder einfach die Freude am Lesen wecken möchten.

Den 3. Preis in der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement“ erhielt das erfolgreiche Leseförderprojekt „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf“. Es ist die einzige Bibliothek bei den insgesamt 9 Preisträgern dieser Kategorie.

„Der Preis ist eine wichtige Anerkennung für ein großartiges Projekt der Städtischen Bibliotheken, das sich Dank der finanziellen Unterstützung der Drosos Stiftung und der Bürgerstiftung Dresden und dem Engagement der vielen ehrenamtlichen Lesepaten in allen Dresdner Stadtteilbibliotheken so überaus erfolgreich entwickeln konnte“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. „Die Auszeichnung zeigt einmal mehr, wie innovativ unsere Städtischen Bibliotheken sind: Vorlesen und damit die Anregung zum selbst Lesen vermittelt eine unverzichtbare Kernkompetenz, regt die Phantasie an und fördert den Dialog. Dass die Städtischen Bibliotheken Dresden die einzige Bibliothek unter insgesamt neun Preisträgern ist und gleichzeitig der einzige Preisträger aus Ostdeutschland, freut mich sehr.“

Entgegengenommen wurde der Preis von Projektleiterin Marit Kunis-Michel und dem Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden, Prof. Dr. Arend Flemming. „Ich freue mich sehr, dass unser Leseprojekt meine Heimatstadt Dresden mal wieder positiv in die bundesweiten Schlagzeilen bringt. Sie hat es verdient, es ist kein Zufall, dass sich gerade in Dresden ein solches bürgerschaftliches Projekt entwickelt und die politischen Weichenstellung auf Nachhaltigkeit gestellt wurden.“, so Flemming.

Seit 2015, nach Auslaufen der externen Finanzierung, konnte das Projekt in der Stadt verstetigt werden und wird nun durch die Stätischen Bibliotheken Dresden finanziert. Unterstützt werden sie dabei von zwei starken Partnern, der Bürgerstiftung Dresden sowie Thalia. Das Preisgeld von 1.000 Euro wird ebenfalls ausschließlich für die weitere Absicherung des Ehrenamtes eingesetzt. Aktuell betreuen 109 ehrenamtliche Vorlesepaten 4.508 Kinder aus 83 Kindertagesstätten und 39 Grundschulen in Dresden.

Quelle: Sächsische Bibliotheken Dresden
Bidlquelle: Stiftung Lesen / Amin Akhtar

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