Projekt “Stromspar-Check“ jetzt auch in Dresden und Bautzen

Staatsminister Frank Kupfer hat am Freitag die Einführung des bundesweiten Projektes “Stromspar-Check für einkommensschwache Haushalte“ in der Stadt Dresden und im Landkreis Bautzen begrüßt. +++

„Wir müssen in Zukunft noch effizienter mit der zur Verfügung stehenden Energie umgehen“, sagte der Minister bei der Vorstellung der neuen Projektstandorte in Dresden. „Deshalb sind Aktionen wie der Stromspar-Check wichtig und richtig. Denn Energie und Strom sparen kann jeder, vor allem bei sich zu Hause.“

Beim Stromspar-Check geben zu Stromsparhelfern geschulte Langzeitarbeitslose Haushalten mit einem geringen Einkommen qualifizierte Tipps zum sparsamen Umgang mit Strom und Wasser. Zu der kostenlosen Beratung kommen Soforthilfen wie Stromsparlampen und abschaltbare Steckerleisten. In Sachsen gibt es bereits seit drei Jahren Projekt-Standorte in Leipzig, Torgau und Meißen, die von der Caritas betreut und von der Sächsischen Energieagentur GmbH (SAENA) unterstützt werden. An allen fünf Standorten beraten nun insgesamt 46 Stromsparhelfer. 

In den drei Städten haben die Stromsparhelfer des Projektes bisher rund 1 800 einkommensschwache Familien beraten. „Dabei haben sie beachtliche Ergebnisse erzielt“, so Kupfer. „Im Durchschnitt spart jeder Haushalt mit Hilfe der kompetenten Beratung Strom für rund 68 Euro, Wasser für rund 24 Euro und acht Euro für nicht gebrauchte Heizenergie. Das macht zusammen im Jahr rund 100 Euro.“ Und auch der Nutzen für die Umwelt ist enorm: Unterm Strich haben die Haushalte durch ihr sparsames Verhalten 381 Tonnen Kohlendioxid vermieden.  

Neben der Einsparung von Stromkosten für einkommensschwache Familien hat das Projekt Stromspar-Check noch ein weiteres Ziel: Langzeitarbeitslose erhalten über ihre Tätigkeit als Stromsparhelfer die Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben. 

In Dresden und im Landkreis Bautzen ist erstmals der Verein „Chancen für Sachsen“ Träger der Aktion Stromspar-Check, auch hier unterstützt die SAENA. Bis Mitte August haben hauptberufliche Energieberater 26 Langzeitarbeitslose innerhalb von drei Wochen zu Stromsparhelfern ausgebildet. Seitdem haben diese bereits mehr als 40 Haushalte besucht und beraten. „Ich drücke allen Stromsparhelfern die Daumen, dass es weiterhin viele Interessenten gibt“, sagte der Minister.

Hintergrund:

Das Projekt Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e. V. und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e. V., die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.stromspar-check.de. Dort erfahren Interessenten auch, wie sie mit den Stromsparhelfern Kontakt aufnehmen können.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!