Projekte „Jahr der Wissenschaft 2011“

Jede Menge Applaus gab es, als Chemnitz seine Bewerbung zur „Stadt der Wissenschaft 2011“ vorstellte. Doch am Ende ging der Sieg an Mainz.

Die Stadt Chemnitz ist aber trotzdem überzeugt von ihrem Potential und will das auch nach außen tragen – mit einem eigenen Jahr der Wissenschaft 2011.

Und dabei warten viele spannende Projekte auf die Chemnitzer.

Es sind vor allem die vielen Projekte aber auch die Jubiläen 175 Jahre TU Chemnitz und 100 Jahre Neues Rathaus, die die Stadt und die TU dazu bewegten, das kommende Jahr doch nicht ungenutzt zu lassen.

Chemnitz belegte im Wettbewerb um den Titel „Stadt der Wissenschaft 2011“ einen sehr guten zweiten Platz und das nicht ohne Grund. Denn es schlummert viel Potential in der Stadt und der Technischen Universität.

Deshalb wurde entschieden aus der „Stadt der Wissenschaft“ ein „Jahr der Wissenschaft“ zu machen, mit Projekten die auf Grund der Bewerbung sowieso da waren.

Interview: Urs Luczak – Koordinator im Wissenschaftsbüro Chemnitz

Einige dieser, für das kommende Jahr geplanten Projekte, wurden gestern Abend im Schauspielhaus vorgestellt.

Im Beisein von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, dem Rektor der TU Chemnitz Professor Klaus-Jürgen Matthes und vielen Gästen wurde dabei bereits deutlich, das nicht unbedingt ein Titel nötig ist, um interessante und innovative Projekte umzusetzen.

Kreativität und Bildung sowie Wissenschaft und Forschung – interessant, verständlich und anregend verpackt sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Wie zum Beispiel bei der Twitter-Wall, einer großen Leinwand, über die die Chemnitzer den Internetdienst für alle sichtbar ausprobieren können. Und bei dem auch Computerlaien einen Einblick in die Möglichkeiten des sogenannten Web 2.0 erhalten sollen.

Auf dem Brühl soll es dagegen kreativ zugehen. Wo heute noch gähnende Lehre herrscht, sollen dann im kommenden Jahr unter anderem Generationenworkshops, ein Labor für Kunst und Wissenschaft sowie eine Internationale Sommerwerkstatt für Belebung und kreativen Austausch sorgen.

Wissenschaftliche Stadtführungen aber auch das GEO Caching und viele weitere Veranstaltungen bringen allen Interessierten die Stadt und deren Unternehmen näher.

Das auch Politik einen durchaus wissenschaftlichen Aspekt haben kann, beweist ein weiteres Projekt, das im kommenden Jahr Umsetzung finden soll: das Planspiel Kommunalparlament. Ziel ist es hier unter fachkundiger Anleitung Kindern die Arbeit von Kommunalpolitikern näher zu bringen und am Ende sogar eine Stadtratssitzung nach zu spielen.

Viele Projekte kommen von der TU Chemnitz aber es gibt auch Vorschläge von den Bürgern, wie zum Beispiel von Gabriele Einmahl, die einen Bücherschrank für Chemnitz am Tietz installieren möchte. Hier soll, so ihre Idee, ein lebendiger Austausch von Büchern entstehen, die gebracht und mitgenommen werden können. Projekte also, die auch die Chemnitzer aktiv mitgestalten sollen.

Interview: Urs Luczak – Koordinator im Wissenschaftsbüro Chemnitz
 
Zudem kann jeder, der noch Vorschläge oder Ideen hat, sich beim Wissenschaftsbüro im Rathaus melden und so das Jahr der Wissenschaft in Chemnitz aktiv mitgestalten.

Ein Jahr, mit dem Chemnitz zeigen will, welches wissenschaftliche und kreative Potential hier schlummert.

Mit dem SACHSEN FERNSEHEN Newsletter sind Sie immer top informiert!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar