Projekttage für junge Regietalente eröffnet

Dresden - Im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden wurde heute Abend, dem 15. November 2018, die zweite Dresdner Ausgabe des europäischen Festivals für junge Regie „Fast Forward“ feierlich eröffnet. Neben dem Intendanten des Staatsschauspiels, Joachim Klement, und der Kuratorin des Festivals, Charlotte Orti von Havranek, begrüßte auch Stephan Hoffmann, der Leiter des Kulturhauptstadtbüros Dresden, die Gäste.

 

„Europa ist mehr als eine Wirtschaftsunion – und zwar trotz oder vielleicht sogar wegen seiner an Konflikten reichen Vergangenheit. Dieses Mehr kann aber nur wachsen und sich festigen im ständigen Austausch auf vielen Ebenen – und die Kunst spielt hierbei ein ganz besondere Rolle“, so Intendant Joachim Klement, der diese europaweit einmalige Nachwuchsplattform in Braunschweig gründete und im vergangenen Jahr in Dresden etablierte.

„Fast Forward“ zeigt vom 15. bis 18. November acht Inszenierungen aus Deutschland, Portugal, Frankreich, Belgien, Spanien und Litauen. Die Kuratorin Charlotte Orti von Havranek erläutert den Grundgedanken des Festivalformats: „Acht Inszenierungen aus sechs europäischen Ländern nehmen dieses Jahr mit den spielerischen Mitteln des Theaters und auf künstlerisch vielfältige Weise Lebensrealität in den Blick. Es sind relevante Themen, weit über die europäische Perspektive hinaus, für die junge Künstler*innen eine eigene aufregendes Sprache finden.“

Stephan Hoffmann, zeigt sich erfreut, dass das europäische Festival für junge Regie „Fast Forward“ nun in Dresden eine neue Heimat gefunden hat. „Dresden ist genau der richtige Ort, um in der Mitte Europas einen Dialog darüber zu führen, was Europa sein kann und was uns auf diesem Kontinent eint. Wenn wir über verbindende Kräfte sprechen, dann sprechen wir immer auch über Kultur – und es gibt keine fruchtbarere Form des Dialogs als die künstlerische Auseinandersetzung und Zusammenarbeit junger Künstler*innen aus ganz Europa.“

© Sachsen Fernsehen

Als europäisches Festival für junge Regie widmet sich „Fast Forward“ der Nachwuchsförderung und der Schaffung neuer Arbeitsbeziehungen. Mit der Auszeichnung einer der acht Festivalproduktionen am Sonntagabend trägt eine internationale Festival-Jury dafür Sorge, dass eine*r der Regisseur*innen in der folgenden Spielzeit für eine neue Inszenierung an das Staatsschauspiel Dresden zurückkehrt. In dieser Spielzeit sind mehrere Produktionen ehemaliger „Fast Forward“-Gewinner*innen am Staatsschauspiel zu sehen. „Operation Kamen“ in der Regie von Florian Fischer feierte seine Uraufführung am 20. Oktober 2018, es werden die Premiere von „Kabale und Liebe“ in der Regie von Data Tavadze am 9. Februar 2019 und die Uraufführung von „In meinem Namen“ in der Regie von Wojtek Ziemilski am 6. April 2019 folgen.

Im Rahmenprogramm, das u. a. Studierende verschiedener europäischer Theaterhochschulen nach Dresden einlädt, kooperiert „Fast Forward“ mit dem Studiengang Bühnen- und Kostümbild der Hochschule für Bildende Künste Dresden, welcher auch für die Ausgestaltung des Festivalzentrums verantwortlich zeichnet. Zwei der acht Festival-Gastspiele werden im Labortheater der HfBK in der Güntzstraße gezeigt. Weitere Spielstätten sind neben dem Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden, das zugleich Festivalzentrum ist, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste und Semper Zwei der Semperoper.