„Promovier-Ende“ für Promovierende?

Das ist die Frage, vor der im Moment viele sächsische Nachwuchswissenschaftler stehen. Auch Georg Herold ist ein junger Mann, der sich bald gern Doktor Georg Herold nennen würde. Sechs Jahre lang hat er an der Leipziger Uni studiert und beste Leistungen gebracht. Nun will er seinen Doktortitel machen. Doch das ist ab sofort in Sachsen gar nicht so einfach:

Georg Herold möchte promovieren. Und ist auf dem besten Weg, einmal zu Leipzigs Weisheitselite aufzusteigen. Seinen Studienabschluss hat er erfolgreich in der Tasche. Als Geschichtswissenschaftler. Und nun ist er schwer damit beschäftigt, seine Doktorarbeit auf die Beine zu stellen.

Deshalb hat er sich mit Benjamin Bigl vom Promovierendenrat der Uni verabredet. Von ihm möchte er erfahren, wie er seine Promotion finanzieren kann. Doch Benjamin Bigl hat keine guten Nachrichten für ihn. Das Land Sachsen hat das Geld gestrichen.

Interview: Benjamin Bigl – Promovierendenrat Uni Leipzig

So bleibt Georg Herold nur die Suche nach Mitteln aus Stiftungen. Das ist gar nicht so einfach. Wer dabei Hilfe braucht ist gut beraten, sich an Benjamin Bigl zu wenden.
Der Promovierendenrat der Uni Leipzig weiß, wo es Stiftungstöpfe gibt. Wenn aber auch die leer oder unerreichbar sind, wird es kritisch. Im schlimmsten Fall bedeutet die finanzielle Kürzung das Promovier-Ende für Promovierende. Gerade für Georg Herold sieht die Zukunft trüb aus, denn er möchte auch später an der Uni bleiben.

Interview: Georg Herold – will seinen Doktor machen

Wenn Georg Herold nun aus finanziellen Gründen der wissenschaftliche Abstieg droht und seine Karriere komplett ins Wasser fällt, dann, so meint er, wird er unter eine von Leipzigs vielen Brücken ziehen. Hier zu Beispiel, direkt an der Bibliotheca Albertina sei es doch ganz nett zum Leben. Schließlich gebe es hier wenigstens geistige Nahrung.