PromovierendenRat an der Universität Leipzig gegründet

Deutschlandweit zum ersten Mal wird sich künftig an der Universität Leipzig ein Selbstvertretungsorgan für die Belange der Promovierenden einsetzen.

„Der Rat soll die Vernetzung der Promovierenden fördern, ihnen wichtige Informationen zur Verfügung stellen und ihre politischen Interessen vertreten.“, so Carlo Klauth von der Leipziger Initiative für Promovierende (LIP). Ein Promovierender soll in der Zukunft an den Sitzungen des Senats teilnehmen können. Daneben wird es wissenschaftlich auch interdisziplinäre Vorträge und Workshops für die Promovierenden geben.

Kürzlich wurde beim „Tag der Promovierenden“ der vorläufige PromovierendenRat von den Nachwuchswissenschaftlern gewählt. Aufgabe dieses neuen Vertretungsorgans ist zunächst die Durchführung der allgemeinen Wahl am 22./23. Juni 2010. Möglich wurde die Gründung eines PromovierendenRates durch neue Bestimmungen in der vorläufigen Grundordnung der Universität Leipzig.

Die Leipziger Initiative für Promovierende hatte die Einrichtung eines PromovierendenRats angeregt und vorangetrieben, da die Nachwuchsforscher bisher in keinem institutionellen Rahmen vertreten waren. „Mit der Gründung eines Promovierendenrates ist ein wesentlicher Teil unserer Forderungen erfüllt. Möglicherweise wird sich unsere Initiative nach der Wahl des PromovierendenRats auflösen können, da er unsere gestellten Aufgaben übernehmen wird“, berichtet Benjamin Bigl, Mitglied der LIP.

Die Vertretung der Nachwuchsforscher durch einen Rat ist wichtig, um die unterschiedlich zusammengesetzte, für die Entwicklung der Wissenschaft aber sehr bedeutsamen Gruppe, nach außen sichtbar zu machen. In Sachsen-Anhalt wurde vom Wissenschaftsministerium mit der „Plattform wissenschaftlicher Nachwuchs Sachsen-Anhalt“ eine Möglichkeit zum Austausch begründet, um die Forschungslandschaft im Land zu verbessern. Eine ähnliche Wirkung könnte auch vom neuen Leipziger PromovierendenRat ausgehen. „Wir hoffen, dass diese Grundordnung Vorbildwirkung für andere Hochschulen im Land Sachsen haben wird.“, erwartet Julia Cholet, ebenfalls Mitglied des Rates. Die Stimme der Promovierenden könnte damit auch bei Entscheidungen im Ministerium gehört werden.

Quelle: LIP/der vorläufige PromovierendenRat