Protest: ver.di gegen die angekündigten Standortschließungen bei der Telekom

Die Telekom plant bundesweit ihre Standorte von 113 in 58 Städten auf 9 Standorte zu reduzieren. Allein in Mitteldeutschland sind davon 270 Beschäftigte betroffen. +++

Allein in Mitteldeutschland sind davon 270 Beschäftigte betroffen. Da viele Mitarbeiter die wesentlich längeren Arbeitswege kaum auf sich nehmen können, ist das offensichtliche Ziel dieser Maßnahme, die Beschäftigten aus dem Konzern zu drängen.

Die angekündigten Pläne scheinen dabei nur der Anfang weiterer Standortverlagerungen zu sein. Zwar ist bei den aktuellen Maßnahmen Leipzig Zielstandort, das wird allerdings bei weiteren Standortverlagerungen nicht unbedingt so sein. Deshalb ruft ver.di die Leipziger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 19.01.2011 zu einer Solidaritätsaktion auf. 

Unter dem Motto „Heute ihr – morgen wir“ protestieren die Beschäftigten mit einer aktiven Mittagspause vor dem Telekom-Gebäude in der Leipziger Querstraße. 

„Mit unserem Protest fordern wir die Konzernspitze auf, von dem gegen die eigenen Beschäftigten gerichteten Zentralisierungskurs abzurücken“ sagte Achim Fischer, ver.di Landesfachbereichsleiter. „Darüber hinaus weisen wir die Bundesfamilienministerin Schröder darauf hin, dass sich die Telekompläne besonders negativ auf Mütter und Väter auswirken würden.“

Die Familienministerin hat in einem Artikel für das Handelsblatt die angeblich besonders frauen- und familienfreundliche Unternehmenspolitik der Telekom als „Kulturrevolution“ bejubelt. Die Beschäftigten erleben gerade hautnah das genaue Gegenteil.

Quelle: ver.di

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!