Protestaktion am Sachsenring

Tausende Rennsport-Fans aus der gesamten Region trafen sich am Sonntagabend an der Karthalle des Sachsenrings.

Nachdem am vergangenen Dienstag der veranstaltende ADAC das Aus für den beliebten Motorrad-Grand Prix bekannt gegeben hatte, formierte sich schnell der Widerstand.

Doch nicht nur bekannte Rennsportler und Lokalpolitiker ergriffen das Wort für den Sachsenring,
auch die Fans wollten nicht tatenlos dabei zusehen, wie ihr Grand Prix vor die Hunde geht.

Über das soziale Netzwerk „Facebook“ wurde im Internet eine Protestveranstaltung organisiert.

Das Ergebnis hat selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. 

Interview: Nico Lorenz – Mitorganisator

Von der Karthalle aus zogen die Fans an die Rennstrecke, zündeten Grablichter an und zeigten damit ihre Sympathie für die Traditionsrennstrecke. Auf dem einen oder anderen Transparent machten sie sich für den Erhalt des Grand Prix stark. Der Protest blieb dabei immer friedlich. 

Interview: Nico Lorenz – Mitorganisator

Bei der Betreibergesellschaft des Sachsenrings war die Stimmung zuletzt gedrückt,
die Proteste geben aber auch hier Hoffnung.

Interview: Ruben Zeltner – Geschäftsführer VSZ Sachsenring

Der Veranstalter des Motorrad-Grand-Prix, der ADAC, hatte aus Kostengründen die Absage erklärt. So habe der WM-Vermarkter „Dorna“ die Lizenzgebühren verdoppelt, außerdem seien Investitionen von 5 Millionen Euro in die Strecke nötig. In diesem Jahr waren 230.000 Besucher an der Strecke – neuer Rekord.

Dennoch wurden trotz Einsparungen und Erhöhung der Ticketpreise rund 850.000 Euro Minus eingefahren. Das letzte Wort in Sachen „MotoGP“ ist allerdings noch nicht gesprochen. 

Interview: Ruben Zeltner – Geschäftsführer VSZ Sachsenring

Ob dann der Grand Prix 2013 wieder auf den Sachsenring zurückkehrt, oder das Kapitel Motorrad-WM entgültig zugeklappt bleibt scheint also noch völlig offen zu sein.

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