Protestaktion im Neuen Rathaus: Theatrium soll bleiben!

In der oberen Wandelhalle des Neuen Rathauses formierte sich am Donnerstag Nachmittag der Protest: Freie Träger von Jugendprojekten aus ganz Leipzig demonstrierten gegen den Haushaltsentwurf der Stadt Leipzig für 2012. +++

So fürchten die Einrichtungen, darunter das Grünauer Theatrium, den steigenden Betriebskosten nicht mehr Herr werden zu können. Aber die laufenden Ausgaben sind nicht das einzige Problem der Kulturhäuser. 

Bisher finanziert sich das Theatrium vor allem aus Budgetmitteln des Jugend- und Kulturamtes. Hinzu kommen Spenden, Mitgliedsbeiträge und Einnahmen aus Eintrittsgeldern. Sollten die städtischen Geldmittel gekürzt werden, oder im schlimmsten Falle gänzlich ausfallen, droht dem Theatrium der Supergau. 

Dabei wurde das Gebäude, in dem das Theatrium heute seine Heimat hat, erst im vergangenen Herbst aufwendig saniert. Eine Millionen Euro in den Bau zu investieren, um nach 12 Monaten den Spielbetrieb einzustellen, wäre nicht nur für die Betreiber eine schwer nachzuvollziehende Maßnahme. 

Die Hoffnung auf diese solide finanzielle Basis hat man also im Theatrium noch nicht aufgegeben. Zumal auch aus der Stadtpolitik positive Zeichen kommen. 

In den kommenden Wochen haben die freien Kulturträger mit dem Kultur- und dem Jugendamt – dessen Etat um 500.000 erhöht werden soll – Gespräche vereinbart.

Um ihrem Protest aber Nachdruck zu verleihen, haben die Einrichtungen außerdem weitere Demonstrationen angekündigt.