Prozess gegen „Kartenspiel-Mörder“ aus Leipzig-Volksmarsdorf hat begonnen

Seit Dienstag müssen sich eine Frau und zwei Männer vor dem Leipziger Landgericht wegen Mordes bzw. wegen Körperverletzung verantworten. Die drei Angeklagten hatten im Januar 2012 einen Mann totgeprügelt und seine Leiche anschließend entsorgt. +++

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft haben die beiden Täter aus niederen Beweggründen gehandelt und sich deshalb des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gemacht. Die ebenfalls beschuldigte 51-jährige Frau, in deren Wohnung das Verbrechen stattgefunden hat, wird wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung und unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Beide Männer befinden sich seit dem 9. Februar in Untersuchungshaft bzw. in einer psychiatrischen Einrichtung.

Aufgrund eben jener psychischen Erkrankung eines Angeklagten wird der Prozess am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Das Urteil gegen die drei Beschuldigten wird im Dezember erwartet.

Hintergrund:
Es war der Abend des 31. Januars 2012. Die Angeklagten und ihr Opfer sitzen in der Wohnung einer Bekannten. Die Männer hatten sich vorher schon regelmäßig bei der 50-jährigen Frau getroffen. Es wird Alkohol getrunken und Karten gespielt. Währenddessen wird das spätere Opfer von den mutmaßlichen Mördern auf eine Geldschuld in Höhe von 20 Euro angesprochen, die der 42-Jährige sofort auszahlen soll. Als dieser die Auffoderung verneint, werden die beiden Männer unvermittelt gewalttätig und fallen brutal über ihr Opfer her. Der 42-jährige Mann verstirbt an den schweren Kopfverletzungen.

Drei Tage später sollen die Beteiligten das Opfer aus der Wohnung geschafft und in einem nahe gelegenen Container verstaut. Eine Woche nach der Tat stellt sich die 51-jährige Mittäterin der Polizei und gesteht den Vorfall. Die beiden mutmaßlichen „Kartenspiel-Mörder“ wurden anschließend festgenommen.