Prozess gegen mutmaßlichen Bombendroher gestartet

Chemnitz – Am Chemnitzer Amtsgericht hat am Montagvormittag der Prozess wegen zweier Bombendrohungen gegen Einkaufszentren der Stadt begonnen.

Angeklagt ist ein 36-jähriger Chemnitzer, der beschuldigt wird, am 29. Dezember 2016 zunächst eine anonyme Bombendrohung per Online-Fax gegen die „Sachsenallee“ ausgesprochen zu haben. Einen Tag später soll der Tatverdächtige dasselbe bei der „Galerie Roter Turm“ wiederholt haben.

In beiden Fällen mussten die Einkaufszentren komplett geräumt und von Spezialkräften durchsucht werden. Mehrere tausend Besucher wurden bei den zwei Einsätzen evakuiert. Bei keinem der beiden Fälle wurden jedoch Sprengvorrichtungen gefunden. Es entstand erheblicher finanzieller Schaden, für den der Angeklagte jetzt haftbar gemacht werden soll.

Die Polizei war dem Mann nach umfangreichen Ermittlungen im Mai dieses Jahres auf die Schliche gekommen. Er bestreitet nach wie vor die Vorwürfe. Neben Schadenersatzforderungen droht dem Angeklagten auch eine Verurteilung wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“.