Prozess: Millionen-schwerer Anlagebetrug vor Dresdner Gericht

Anleger sollen um fünf Millionen Euro geprellt worden sein. +++

Helmut W., Jörg P., Dr. Wolfgang U. und Dr. Hartmut Müller stehen seit Dienstag wegen Betrugs vor dem Landgericht Dresden. Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten zur Last, ab 2001 einen Anlagebetrug in großem Stil aufgezogen und Tausende Anleger und Investoren um insgesamt etwa fünf Millionen Euro geprellt zu haben. Dr. Hartmut Müller hatte 2001 ein völlig neues Verfahren zur mobilen Datenübertragung mittels Gravitationswellen vorgestellt.

Müllers Theorie wird von anderen Wissenschaftlern bezweifelt und als „Pseudo- oder Grenzwissenschaft“ bezeichnet. Müller soll mit den anderen Angeklagten in Nordzypern eine Firma gegründet haben, um die Erfindung zu vermarkten. Über eine dort ansässige Bank sollen Anleger angelockt worden sein, bis die deutsche Bankenaufsicht die Geschäfte verboten hatte. 

Die Anlageberater waren im Dezember 2009 verhaftet worden. Im März 2010 hatte sich ein vierter Angeklagter im Gefängnis das Leben genommen. Für den Prozess sind 22 Verhandlungstage anberaumt.   

Quelle: News Audiovision 

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