Prozess um totes Baby aus Oschatz: Mutter gesteht Misshandlungen

Fall des totgeschüttelten Säuglings aus Oschatz hat die 19-jährige Mutter am Mittwoch vor dem Leipziger Landgericht eingeräumt, dass sie am Tod ihres drei Monate alten Sohnes die Schuld trägt. Eine Tötungsabsicht dementierte sie aber. +++

Sie habe laut eigener Aussage nicht gewusst, welche Konsequenzen ihr „kurzes Schütteln“ gehabt habe. Das Kleinkind erlitt durch die Misshandlung ein Hirntrauma, an dem es sechs Tage später in der Klinik starb.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Mutter ihr Kind nicht „kurz geschüttelt“ haben soll, sondern eine Tötungsabsicht vorgelegen habe. Der Mordvorwurf wird als erwiesen angesehen, weil die 19-Jährige ihr Kind aus niedrigen Beweggründen getötet haben soll.

Bereits im Vorfeld soll es im Haushalt zu Misshandlungen des Kindes gegeben haben. Etwa soll die Mutter den Säugling zwei Wochen vor der eigentlichen Tat fallen gelassen haben, wodurch er mehrere Rippenbrüche erlitt. Diese wurden erst mit dem Hirntrauma im Krankenhaus festgestellt. Die Verhandlung soll noch zwei weitere Prozesstage umfassen. Ende Februar soll dann das Urteil gegen die 19-jährige Mutter gefällt werden.