Prozess wegen Nazi-Schmierereien

Chemnitz- Am Chemnitzer Landgericht kam es am Mittwoch zum Prozess gegen drei junge Männer. Die Angeklagten wurden bereits verurteilt – allerdings empfand die Staatsanwaltschaft die Strafe als zu milde.

Die drei Männer hatten im Januar 2018 im Stadtteil Sonnenberg Hakenkreuze und weitere rechte Parolen an die Hauswände eines kurdischen Restaurants gesprüht. Mit Hilfe von Aufnahmen einer Überwachungskamera konnten die Täter schnell ermittelt werden. Die Männer hatten wenig später die Taten gestanden. Das Amtsgericht Chemnitz verurteilte die Drei zu einwöchigem Dauerarrest bzw Arbeitsstunden und Geldstrafen.

Im Berufungsverfahren am Donnerstag wurde der Schuldspruch geändert. Eric T. und Maximilian P. wurden in sechs Fällen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen verurteilt. Außerdem wurde Marcel G. wegen Beihilfe zur Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Das Verfahren ist damit beendet.