Qimonda-Mitarbeiter demonstrierten gegen drohenden Jobverlust

Wer gestern am frühen Abend auf der Königsbrücker Straße unterwegs war, konnte ein Lichtermeer sehen. Der Grund: Rund 150 Mitarbeiter von Qimonda machten ihrem Ärger Luft. Sie demonstrierten gegen den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Grabesstimmung auf der Königsbrücker Straße gestern Abend. Mit Kerzen und WARNwesten demonstrierten rund 150 Beschäftigte der Dresdner Chipfabrik für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Bei Qimonda in Dresden sollen 950 Stellen abgebaut werden. Der Betriebsrat der Industriegewerkschaft Metall stellt jetzt ganz klare Forderungen.

Die von der Schicht kommenden Kollegen bekundeten ihre Sympathie mit einem Hupkonzert. Der drohende Jobverlust bei Qimonda ließ auch die Infineon Mitarbeiter nicht kalt, deshalb kam Unterstützung auch von deren Seite.

Unterdessen hat die Stadt eine sogenannte Jobbörse initiiert. Darin sind inzwischen 80 Dresdner Unternehmen vereint, welche die Fachkräfte von Qimonda auffangen sollen. Weitere Unternehmen aus der Region haben Interesse signalisiert, sagte heute Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert am Rande der Einweihung einer Flugzeugtesthalle in Dresden Klotzsche.

Nach Zeitungsberichten sollten die Verhandlungen über den Sozialplan am Donnerstag abgeschlossen sein. Das sei aber nach Angaben des Betriebsrates unmöglich.

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