Qimonda: Mitarbeiter kämpfen weiter

Die Mitarbeiter des insolventen Chipherstellers Qimonda geben nicht auf. In Dresden gehen die Qimondianer nochmal aufs Ganze.

Heute kämpfen die Qimonda-Mitarbeiter nochmal für den Erhalt ihres Werks. Ab 15 Uhr versammeln sich die Mitarbeiter an der Marienbrücke zur Demonstration.

Erst vor zwei Wochen hatten an die 3000 Menschen demonstriert. Heute ziehen die Qimondianer durch Dresdens Innenstadt. Von der Marienbrücke gehts über den Landtag, Postplatz, Pirnaischen Platz zur Staatskanzlei.

Bereits gestern haben die Mitarbeiter im wahrsten Sinne des Wortes „Gesicht gezeigt“ – und zwar mit einer Foto-Demo. 200 Mitarbeiter ließen sich fotografieren und Plakate von ihrem Porträt anfertigen. Die wurden dann an den Zaun des Dresdner Werks aufgehangen.

Die Aktion soll nochmal die Brisanz der Lage zeigen, denn „jeder Arbeitsplatz hat ein Gesicht“. Erst gestern hatte sich auch Wolfgang Tiefensee (SPD) zum Thema geäußert. Er hat die Bedeutung des Standorts Dresden nochmal betont.

In Dresden stehen 3200 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Bis März muss eine Lösung her. Denn bis dahin wird Insolvenzgeld gezahlt.

Update:

Mehr als 1500 Menschen sind heute für Qimonda auf die Straße gegangen. Nicht nur Qimondianer waren mit dabei. Viele unterstützen die Mitarbeiter für die der Arbeitsplatz auf der Kippe steht. Von den ganz Kleinen bis hin zu den Vierbeinern.

Es ging um mehr als nur Qimonda – Solidarität wurde heute ganz groß geschrieben. Denn nicht nur den Mitarbeitern von Qimonda droht derzeit der Verlust des Arbeitsplatzes. In vielen Firmen heißt es momentan Kurzarbeit.

Die Wirtschaftskrise zieht ihre Kreise. Über 1500 Menschen haben heute versucht ihr entgegenzutreten und das gemeinsam.

DRESDEN FERNSEHEN war vor Ort. Unter dem Beitrag können Sie 2 Videonachrichten dazu sehen.

  ++ Sie wollen etwas verkaufen oder suchen etwas? Schauen Sie in unsere kostenlosen Kleinanzeigen.