Qimonda Mitarbeiter melden sich arbeitssuchend – UMFRAGE unter den Mitarbeitern

Heute haben sich zahlreiche Qimonda Mitarbeiter im Dresdner Arbeitsamt eingefunden. Gemeinsam haben sie sich arbeitssuchend gemeldet.

Vor dem Arbeitsamt auf der Budapester Straße hat sich heute Vormittag eine meterlange Schlange gebildet.

Über 200 Mitarbeiter von Qimonda haben sich zusammengetan und arbeitssuchend gemeldet.

DIe Idee entstand gestern im Qimonda Werk spontan. Trotz der kurzfristigen Initiative, hat das Arbeitsamt schnell reagiert und einen extra Raum für die Qimondianer bereit gestellt.

Dort hatten die Angestellten vom Arbeitsamt heute jede Menge zu tun. So viele Anträge in einer halben Stunden haben sie noch nie ausgestellt.

Die Qimondianer haben Angst um ihren Job und sehen sich schon nach neuen Arbeitsstellen um. Doch das ist nicht einfach.

Die Stimmung im Werk ist angespannt. Jeder hat Angst um seine Zukunft. Heute wird über eine Transfergesellschaft verhandelt. Durch diese soll verhindert werden, dass die rund 3000 Mitarbeiter auf einmal arbeitslos werden. Morgen berät sich der Landtag in einer Sondersitzung zum Thema. Der Freistaat will den Standort in Dresden sichern. Und schließt eine Beteiligung nicht aus.

Ob das chinesische Unternehmen Inspur Qimonda retten kann, ist noch unklar. Es ist das erste Unternehmen, dass öffentlich Interesse an dem insolventen Chiphersteller verkündet hat.

Wieviel Angst die Mitarbeiter, um ihren Arbeitsplatz haben, können Sie in der Umfrage unter dem Beitrag sehen.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.