Qimonda-Pleite: Ein Jahr danach – Ex-Quality Managerin berichtet

Ein Jahr nach Qimondas Pleite zeigt sich die ehemalige Quality Managerin Michelle Prevot zufrieden mit der Entwicklung Dresdens. “Ich hatte wirklich Glück, dass ich einen neuen Job gefunden habe.“ +++

Als Qimonda vergangenes Jahr pleite ging, verloren tausende Mitarbeiter in Dresden ihre Jobs. Darunter war auch Michelle Prevot. Mehr als ein Jahr lang hatte die Amerikanerin zu diesem Zeitpunkt in Dresden gelebt. Inzwischen hat sie einen neuen Job bei der Roth und Rau AG in Hohenstein Ernsttal. Doch sie lebt weiterhin in Dresden.

Michelle Prevot: „Ich hatte wirklich Glück, dass ich einen neuen Job gefunden habe. Damals waren die Firmen von der Masse an Bewerbungen hochqualifizierter Mitarbeiter überwältigt. Nur durch Kontakte habe ich einen neuen Job gefunden.“

Prevot sieht die Schuld bei der deutschen Regierung. In anderen Ländern hätte die Politik die Wichtigkeit der Chip-Industrie erkannt und stärker gefördert. Es sei ein unfairer Wettbewerb gewesen, beschwert sich die Amerikanerin.

„Ich denke, dass Qimonda für Europa extrem wichtig war. Jetzt gibt es in der westlichen Welt nur noch einen einzigen Chip-Hersteller – alle anderen befinden sich in Asien.“

Seit zwei einhalb Jahren lebt Michelle Prevot nun in Dresden. Und sie hat die Stadt in dieser Zeit lieben gelernt.

Zitat: „Ich liebe Dresden wegen seiner multikulturellen Neustadt. Und besonders mag ich auch, dass man alles zu Fuß erreichen, oder auch in der Heide beim Joggen entspannen kann. Ich sehe die Zukunft des Silicon Saxony sehr positiv. Immer mehr Firmen kommen hier her, die investieren wollen. Gut finde ich auch, dass Dresden versucht, neue Netzwerke aufzubauen.“

Ein Jahr nach Qimondas Pleite scheint das Silicon Saxony wieder auf einem guten Weg zu sein.

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!