„Querdenker“-Demo in Dresden – Polizei zieht positive Bilanz

Dresden - "Wir haben das Ziel des Einsatzes erreicht.", so die Worte von Polizeipräsident Jörg Kubiessa zum Versammlungsgeschehen von Querdenkern am vergangenen Samstag in Dresden. Trotz des Verbotes der Querdenker-Demo und verschiedenen, geplanten Ablegern, sowie der erweiterten Ausgangsbeschränkung, die für die sächische Landeshauptstadt am Wochenende galt, trafen am Samstag mehrere Demonstranten in Dresden ein. Die Polizei war bereits in den frühen Morgenstunden vorbereitet und in der Innenstadt mit einem Großaufgebot präsent. Im Verlauf führten die Beamten fortlaufende Kontrollen durch und sorgten dafür, dass sich keine Ansammlungen bildeten. Gleichzeitig ahndeten sie festgestellte Verstöße gegen die bestehenden Corona-Regeln.

Im Focus stand unter anderem die Cockerwiese; die Querdenker-Szene hatte hier bundesweit für eine Versammlung mobilisiert. Weiterhin wurden hier auch zwei Reisebusse gestoppt, welche offensichtlich auf dem Weg zu der verbotenen Versammlung waren. Die Personen durften den Bus nicht verlassen. Selbige wurden durch die Polizei aus der Stadt geleitet.

Die Polizei war bis in den Abend hinein in der Stadt präsent. Im Verlauf des gesamten Einsatzes erteilte sie 161 Platzverweise. Weiterhin kam es 296 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten, sowie 25 Straftaten unter anderem wegen Beleidigung, Widerstandes und Fälschung von Gesundheitszeugnissen. Insgesamt 72 Personen wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.

Nur einen Tag zuvor wandte sich Krankenhauskoordinator Prof. Dr. Christoph Josten vom Universitätsklinikum Leipzig noch mit folgendem Appell an die Öffentlichkeit.