Querdenker-Kaninchen muss in Pirna vor Gericht

Dresden- Letzte Woche hat eine Versammlung von Corona-Kritikern vor dem Sächsischen Landtag stattgefunden. Dabei wurde auch die stadtbekannte Dresdner Aktivistin Madeleine F. kurzzeitig von der Polizei festgesetzt - im Hasenkostüm. Am Mittwoch stand sie in Pirna vor Gericht. Laut Anklage mischte sie sich im Januar in Polizei-Maßnahmen in Pirna ein.

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Anfang der letzten Woche wurde im Sächsischen Landtag die "epidemische Notlage" beschlossen. Zeitgleich fand davor eine Versammlung von Corona-Kritikern statt. Diese wurde durch die Polizei wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnung aufgelöst. Einzelne Maßnahmen-Kritiker waren allerdings uneinsichtig und wurden von der Polizei kurzzeitig festgenommen. Unter den festgenommenen Personen war auch eine Frau im Hasenkostüm, die sich von den Polizisten wegtragen ließ. 

Dabei handelte es sich um Madeleine F. aus Dresden. Die 44-jährige Aktivistin besucht regelmäßig u.a. Demos von "Querdenken" und Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. 

Am Mittwoch stand die Corona-Rebellin nun vor dem Gericht in Pirna und wurde wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt. Sie muss eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro zahlen, da sie sich laut Anklage im Januar in eine Maskenkontrolle in Pirna eingemischt hatte. Demnach filmte sie polizeiliche Maßnahmen, hielt dabei keinen Abstand und lehnte sich u.a. gegen eine Polizeibeamtin auf.