Quimonda meldet Insolvenz an

Der krisengeschüttelte Speicherchip-Hersteller Qimonda ist pleite.

Das Unternehmen hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München gestellt. Damit sind auch die 3.000 Jobs in Dresden gefährdet.

Dabei hatten sich erst Ende letzten Jahres der Freistaat, Portugal und der Mutterkonzern Infineon auf ein Rettungspaket geeinigt. So sollte der Finanzbedarf von Quimonda über 300 Millionen Euro gedeckt werden.

„Die Staatsregierung wird alles tun, um einen künftigen Investor zu unterstützen. Unser Hilfsangebot steht unverändert. Wir glauben an die Mitarbeiter und an die Technologie von Qimonda“, so Stanislaw Tillich.

„Dresden ist ein europaweit einzigartiger Mikroelektronikstandort, der weltweit hohes Ansehen genießt. Silicon Saxony steht für hervorragend ausgebildete Fachkräfte und eine Forschungslandschaft, die ihres gleichen sucht. Das sind hervorragende Perspektiven für die weitere Entwicklung von Silicon Saxony.

Der Mikroelektronikstandort Dresden ist viel mehr als die Summe seiner Teile und der einzelnen Unternehmen“, meinte Tillich weiter.