Radeln gegen Krebs

Dresden - Mit dem Fahrrad auf die Krebsvorsorge von Frauen aufmerksam machen, das ist das Ziel von „Ride4Women“. Die Radtour der europäischen Gesellschaft für gynäkologische Onkologie hat am Mittwoch in Dresden Halt gemacht.

Die Radler der Europa-Tour „Ride4Women“ sind am Mittwoch vom Dresdner Uniklinikum aus auf ihre neunte Etappe gestartet. Diese führt sie über 141 Kilometer nach Prag. Vor dem Start informierten die Mediziner in der Frauenklinik über Tumorerkrankungen im Unterleib und deren Vorsorge. Denn anders als bei Brustkrebs sind diese bislang ein Tabuthema.

Die Radler wollen auf ihrer Tour vor allem auf die Fortschritte der Wissenschaft aufmerksam machen. So gibt es seit einigen Jahren einen speziellen Impfstoff zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs. Dieser wird zwar flächendeckend angeboten, doch in der Gesellschaft nicht so angenommen wie erhofft.

Im Rahmen der Tour radeln die Mediziner auf insgesamt 12 Etappen rund 1.600 Kilometer von Oslo nach Wien. Dabei werden mehr als 10.000 Höhenmeter überwunden. Initiator Rene Laky nimmt diese Tortur bereits zum vierten Mal auf sich.

Die Initiative wurde 2014 als Ride4Life begründet. Bei der mittlerweile vierten Auflage können sich auch Interessierte an einer oder mehreren Tagesetappen beteiligen.