Räuberische Erpressung gescheitert

Das Vorhaben zweier junger Männer (15, 18), ihr Opfer wegen eines Handys zu erpressen, scheiterte, laut Polizei.

Nach einer Veranstaltung am vergangenen Freitagabend beschlossen sie, einen etwa Gleichaltrigen zu überfallen, um sich seines Eigentums zu bemächtigen. Grund dafür: Notorischer Geldmangel. Sie verfolgten einen Jugendlichen (17) in einer Straßenbahn vom Hauptbahnhof bis zur Prager Straße in Leipzig-Stötteritz, Haltestelle Südfriedhof. Dort stieg der junge Mann aus, um nach Hause zu laufen. Plötzlich verspürte er einen Schlag im Rücken. Einer der Räuber forderte sein Handy, doch der 17-Jährige gab es nicht heraus. Nun hielten seine Peiniger ihn fest, schlugen und traten ihn. Trotzdem gelang es dem Geschädigten, sich loszureißen und zu flüchten. Zu Hause vertraute er sich seinem Vater an, der sofort mit ihm die Polizei aufsuchte. Auf dem Polizeirevier Südost schilderte das Opfer den Vorfall und gab
Personenbeschreibungen. Bei der Suche im Tatortbereich wurden die Täter an der Haltestelle Naunhofer Straße im Wartehäuschen gesehen. Einer ergriff beim Anblick der Polizeibeamten die Flucht, konnte gestellt und vorläufig festgenommen werden. Sein Komplize saß noch an der Haltestelle und wurde dort gestellt. Ihr Opfer erkannte beide eindeutig wieder. Sie müssen sich wegen räuberischer Erpressung verantworten.