Rangeleien bei Demonstrationen in Leipzig – Polizei löst Legida-Versammlung auf

Trotz des Demonstrationsverbotes kamen am Montagabend etwa 150 Legida-Anhänger auf dem Augustusplatz zusammen. Die Polizei musste sie von den Gegendemonstranten trennen und löste die Versammlung auf. +++

In Leipzig wurde es wie erwartet unruhig. Die Stadt hatte die Demonstation von Legida zwar aufgrund eines Polizeinotstandes untersagt, die Gegendemonstrationen aber zugelassen. Etwa 1000 Gegner von Legida versammelten sich deshalb am Augutsusplatz und in Bahnhofsnähe. Und ihre Feindbilder ließen auch nicht lange auf sich warten. Etwa 150 Legida-anhänger, viele davon aus der Hooligan-Szene, kamen trotz des Versammlungsverbotes auf dem Augustusplatz zusammen. Die Polizei musste beide Lager trennen und löste die angestrebte Legida-Kundgebung auf.

Die Anhänger von Legida wurden mit Polizeischutz zum Hauptbahnhof begleitet, dabei kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten, die die Strecke blockierten. Aber auch aus den Reihen von Legida wurden Beamte angegriffen.  Zwei Journalisten gerieten laut Polizei zwischen die Fronten und bekamen Schläge ab.
Am Hauptbahnhof wurden dann die Personalien von 141 Legida-Anhängern festgestellt, bevor diese abreisten und sich die Lage entspannte. Laut Polizei habe der Einsatz erneut gezeigt, „…dass eine friedliche Offenbarung anderen nicht genehmen politischen Willens ohne Gewalt und Hassexzesse in Leipzig kaum möglich ist.“  Und das in der Stadt der Dichter und Denker. Schon irgendwie traurig.