„Rauchen war früher Grundnahrungsmittel – auch in Dresden“

Dresden - Die neue Sonderausstellung des Stadtmuseums beschäftigt sich mit dem Massenkonsumgut Zigarette im Industriezeitalter und der deutschen Tabakhauptstadt Dresden. In zwei Ausstellungssälen richtet die Schau den Blick auf die Herstellung, den Handel, den Vertrieb und den Konsum der Kulturpflanze Tabak bzw. der hieraus produzierten Waren.

In der Ausstellung werden Sammlungsstücke, darunter kostbare Gefäße und einzigartige wie typische Rauchutensilien präsentiert. Zahlreiche Medienstationen mit historischem Film- und Bildmaterial, die digitale Karte der Zigarettenhauptstadt Dresden 1925/26 sowie das taktile Modell der Zigarettenfabrik Yenidze – ermöglichen moderne Zugänge für Besuchergruppen mit Handicap. Der letzte Abschnitt Tabakgegner/Medizin richtet den Blick auf Dresden als Zentrum der Lebensreformbewegung. Die Stadt war zudem Gründungsort des Bundes deutscher Tabakgegner. Eine große kulturhistorische Ausstellung mit teils überraschenden Perspektiven und Exponaten –unterstützt von 40 Leihgebern aus 10 Städten.