Rauchschwaden über Altlindenau: Brandstifter auf frischer Tat gefasst!

Am Donnerstagmorgen nahm die Leipziger Polizei aus dem Revier West Rauchschwaden aus der Nathanelstraße wahr. Eine Garage brannte dort lichterloh. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, hatten andere Beamte bereits zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen. +++

Schnell  stellte  sich  heraus,  dass  die  beiden  20-  und  22-Jährigen über einen Holzzaun geklettert  waren und  vor der Polizei die Flucht ergreifen wollten.  Der  20-Jährige  hatte ein Ausweisdokument  bei  sich,  der  22-Jährige nicht. Bei der anschließenden Durchsuchung vor Ort  wurde  bei  dem  20-Jährigen  eine  Flasche  Feuerzeuggas  festgestellt.  Der  22-Jährige hatte  eine Plastiktüte mit betäubungsmittelähnlicher Substanz bei sich, außerdem hatte er noch ein  Messer  mit  einer  feststehenden  Klinge  in  der  Hosentasche.

Den Brand selbst konnte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle bringen, die Doppelgarage wurde allerdings vollständig zerstört. Hier konnte die Polizei dann feststellen, dass die Tür zu einer Doppelgarage aufgebrochen wurde und hier durch die beiden Tatverdächtigten bereits mehrere Werkzeugkisten mit elektronischen Akku-Bohrern und -Schraubern, ein Beutel mit Kleinteilen und ein KFZ-Kennzeichen bereitgestellt wurden zum Abtransport.

Nachfolgend entzündete einer der beiden mittels brennbarer Flüssigkeit in der Garage gelagerte Gegenstände.   Durch   brandbeschleunigende   Stoffe   kam   es   zu   einer explosionsartigen Ausbreitung des Feuers, in dessen Folge die Garage ausbrannte. Beide     Tatverdächtigen wurden in das Polizeirevier gebracht, weitere Ermittlungshandlungen vorgenommen und die Identität des 22-jährigen geprüft. Der 20- und  22-Jährige  sind  polizeibekannt  und drogenabhängig  und  standen  auch  bei  der Begehung dieser Straftaten unter Betäubungsmitteleinfluss.

Die   Kriminalpolizei   leitete   Ermittlungsverfahren   wegen   Diebstahls   im   besonders schweren  Fall,  des  Verstoßes  gegen  das  Waffengesetz,  der  Brandstiftung  und  des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Die   Schadenshöhe   ist   gegenwärtig noch nicht bekannt. Die Eigentümer der Doppelgarage befanden sich zum Zeitpunkt der Tat im Urlaub.