Rauchverbot in Gaststätten und Diskotheken

Nun tritt es auch in Chemnitz in Kraft – das Gesetz zum Schutz von Nichtrauchern.

Ab Freitag heißt es damit „Kippe aus“ in allen öffentlichen Einrichtungen und damit auch in Gaststätten und Diskotheken. Wie die Branche in Chemnitz mit der neuen Regelung umgeht und wo es Komplikationen geben könnte, hat Björn Karnstädt in Erfahrung gebracht.

Ab dem 1.Februar soll im Zuge der Umsetzung des Sächsischen Nichtraucherschutzgesetzes auch Chemnitz ein Stück rauchfreier werden. Ein Gesetz, das alle Nichtraucher aufatmen lässt – viele Gaststätten, Kneipen und Diskotheken aber vor eine schwierige Situation stellt. Denn sie trifft es am härtesten, sind viele Gäste doch Raucher.

Für die, so sieht es das Gesetz vor, müssen künftig geschlossene Separees geschaffen werden, wo sie dann dem blauen Dunst fröhnen können -entweder in vorhandenen Räumen oder wie hier im Café Moskau in speziell gebauten.

Interview Heiko Prautzsch (Geschäftsführer Café Moskau)

Eine Möglichkeit der räumlichen Änderung, die hier umgesetzt wird. Natürlich bleibt es eine freiwillige Sache des Betreibers, ob er den Gästen diesen Service bieten will. Denn weiterhin besteht ja auch die Möglichkeit, das Restaurant gänzlich rauchfrei zu machen. Ein Konzept, das im Turm-Brauhaus umgesetzt wird – hier blickt man optimistisch in eine rauchfreie Zukunft.

Interview Andreas Müller (Geschäftsführer Turmbrauhaus/Brauclub)

Doch was ist mit den kleinen, den Einraumgaststätten? Sie sind mit dieser Gesetzesregelung eindeutig benachteiligt. Separees – Fehlanzeige – aus Platzgründen. Die IHK weiß, dass besonders hier die Schwachpunkte des Gesetzes liegen, denn gerade die Stammkundschaft dieser kleinen Kneipen raucht meist. Probleme, die Silvio Sabrowski von der IHK Südwestsachsen kennt.

Interview Silvio Sabrowski (IHK Südwestsachsen)

Umsatzeinbußen, die diese Kneipen auch in den Ruin treiben könnten. Hier wäre das Gesetz wohl noch einmal überarbeitungswürdig, genau wie an einigen anderen Stellen. Hart trifft es aber auch die Diskotheken. 

Interview Silvio Sabrowski (IHK Südwestsachsen)

Ein Thema, mit dem sich die Diskothekenbetreiber nun auseinandersetzen müssen. Ideen gibt es dabei verschiedene, wie zum Beispiel hier im Brauclub in Chemnitz.

Interview Andreas Müller (Geschäftsführer Turmbrauhaus/Brauclub)

Die Stadt wird dann künftig einen wachsemen Blick auf die Umsetzung des Gesetzes werfen. Speziell das Ordungsamt ist hierfür zuständig.

Interview Katja Uhlemann (Pressesprecherin der Stadt Chemnitz)

In Branchenkreisen kursieren zum Thema Razzien andere Gerüchte – ob das Ordnungsamt dann tatsächlich zuschlagen wird, bleibt abzuwarten. Auf der Internetseite der IHK unter www.ihk24.de können sich Interessierte wie auch Betroffene näher mit dem Thema beschäftigen. Hier sind sowohl das Gesetz, wie auch wichtige Fragen und Antworten zum Thema zu finden.

Ein Thema, das den einen oder anderen vielleicht sogar dazu bewegen wird ganz mit der Qualmerei aufzuhören.

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