RB Leipzig mit Mühe: Knappes 2:1 gegen starken Neustrelitzer

Es war nur stellenweise der erhoffte Hurra-Fußball, den die Roten Bullen am Sonntag gegen überraschend starke Neustrelitzer boten. Das Ergebnis fiel demnach mit 1:2 denkbar knapp aus. Dennoch: RB Leipzig holt den ersten Sieg der jungen Saison. +++

Es war von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe – mit dem besseren Start für die Gäste aus Leipzig, die in der Anfangsviertelstunde etwas zögerlich nach vorne spielten. Die frühe Führung erzielten sie trotzdem: Fast selbstverständlich war es Daniel Frahn, der die Roten Bullen in Front brachte und so dem Team mehr Selbstvertrauen gab.

RB Leipzig gelang es trotzdem nicht, die Partie zu kontrollieren. Zu viele Fehlpässe und andere Schwierigkeiten im Spielaufbau. Die Neustrelitzer hielten gut dagegen und erspielten sich immer mehr Feldvorteile, die schließlich zum Ausgleich in der 32. Minute endeten: Die Gastgeber spielte die rechte RB-Abwehrseite dabei mit zwei, drei Pässen aus und Fuchs schließt letztendlich erfolgreich ab. Mit dem für RB Leipzig eher schmeichelhaften 1:1 ging es dann in die Kabine.

Mit dem Wiederanpfiff kamen dann auch die Kräfte bei den Leipzigern zurück. Zwar kam immer noch kein richtiger Spielfluss zustande, aber wenigstens stimmte bei den Messestädtern die Einsatzbereitschaft. Neustrelitz fiel es immer schwerer, richtig in die Zweikämpfe zu kommen.

Dann schien die Partie aus RB-Sicht entschieden: In der 60. Minute vollendete Rockenbach da Silva einen hervorragenden Pass von Röttger zum 2:1 – die ersten drei Punkte der Saison schienen zum Greifen nah. Doch anstelle nun auf Sicherheit und Kontrolle zu setzen, leisteten sich die Roten Bullen unerwartet viele Fehler.

Die TSG Neustrelitz war nun deutlich mehr am Drücker. Dass es nicht zum 2:2 kam, hatten die Leipziger entweder dem Unvermögen der Gastgeber oder aber meist ihrem glänzend aufgelegten Schlussmann Coltorti zu verdanken, der bis zum Schlusspfiff alles abwehrte, was die Neustrelitzer auf ihn feuerten.

Leztendlich ein unnötig spannendes Spiel, dass den Roten Bullen am Ende fast noch aus den Händen geglitten wäre. RB Leipzig schwamm gerade in den Schlussminuten deutlich, vermied es aber glücklicherweise, einzubrechen. Am Ende des Tages stand ein Arbeitssieg, der im Hinblick auf das Derby gegen Lok Leipzig mehr als wichtig war.