RB Leipzig mit Traumstart: Klappt es diese Saison mit dem Aufstieg?

Fünf Spiele, keine Niederlage und 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Die dritte Saison in der Regionalliga beginnt für die Roten Bullen durchaus zufriedenstellend. Klappt es diesmal mit dem Aufstieg oder scheitern die Leipziger erneut an den eigenen Ambitionen? +++

Bisher sieht alles danach aus, als ob RB Leipzig endlich zu der Form gefunden hat, die man von Ihnen eigentlich immer erwartet hat: Flüssiges Kombinationsspiel, schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive – das System von Alexander Zorniger scheint zu funktionieren. Das Ergebnis daraus kann sich bisher sehen lassen: Tabellenerster, 13 Tore – keine Mannschaft hat das Tor in der Liga bis jetzt häufiger getroffen.

Beim Auftaktspiel gegen Union Berlin II griffen die Mechanismen in der stark verjüngten RB-Truppe allerdings noch nicht so richtig. Ein mageres 1:1 ließ für die aktuelle Saison nichts Gutes hoffen. Doch bereits im zweiten Spiel gegen Neustrelitz kamen die Roten Bullen besser in Tritt und fuhren mit einem soliden 2:1 den ersten Saisonsieg ein.

Danach folgte der erste Höhepunkt der Saison: Das Derby gegen Lok Leipzig. Im Vorfeld wurde viel diskutiert, der Gegner aus Probstheida sei trotz Außenseiterrolle ein ebenbürtiger Gegner. Bis zur Mitte der ersten Hälfte stimmte das auch. Doch danach zeigten die Roten Bullen eine neue Seite in ihrem Spiel – die der Dominanz. In vielen Partien zuvor siegte RB Leipzig zwar, aber nie hatte man das Gefühl, dass die hochklassig besetzte Mannschaft auch den Gegner kontrolliert. Gegen Lok Leipzig gab es ein 3:1-Fußballfest, was aber auch an den Blau-Gelben lag, die mit viel Courage auftraten. Trotzdem siegten die Roten Bullen – und das völlig verdient.

Die Zahnräder bei RB Leipzig liefen nun gut geschmiert. Gegen Rathenow und Halberstadt traten die Roten Bullen mit viel Selbstbewusstsein auf und gingen beide Male mehr als verdient als Sieger vom Platz. Gerade das Spiel gegen die Halberstädter war eine rundum gute Teamleistung, in der in der aktuellen Saison keine Einzelstars mehr auf dem Platz stehen, sondern eine Einheit.

Angeführt für diese verschworen wirkende Truppe von ihrem Kapitän Daniel Frahn. Der Topstürmer und Goalgetter hat in dieser Saison bereits wieder unter Beweis gestellt, wie wichtig er im System von Zorniger ist. Egal, ob als Torschütze, Vorbereiter oder Motivator – der 25-Jährige scheint in Leipzig endlich angekommen zu sein. Wahrscheinlich auch deshalb hat er erst am vergangenen Spieltag einen Vertrag bis 2016 unterzeichnet. Frahn scheint langfristig zu planen und scheint an den Aufstieg von RB Leipzig zu glauben. So wie anscheinend alle im Verein. Allen voran der Coach. Alexander Zorniger scheint nach Tomas Oral und Peter Pacult endlich der Trainer zu sein, der die Roten Bullen nach vorne bringt.

Auch RB-Sportdirektor Ralf Rangnick sieht die Leipziger auf dem richtigen Weg, wie es zuletzt in einem Interview betonte: „Seit der Vorbereitung sieht man eine sehr positive Entwicklung. Ich war beim Derby gegen Lok Leipzig im Stadion, und man erkennt beim Spiel unserer Mannschaft bereits die Handschrift von Alexander Zorniger – auch wenn wir noch nicht das gesamte Spiel so aufgetreten sind, wie wir es uns vorstellen.“

In dieser Saison läuft vieles anders: Die Roten Bullen wirken zielstrebiger als in den letzten Jahren. Damals wurde auch viel investiert, gutes Personal geholt, jedoch war das Konzept dahinter nicht ausgereift. In der aktuellen Saison scheint schon einiges mehr zu passen. Ob es bis zum Schluss so bleibt, muss man abwarten. Bisher sieht es allerdings so aus, dass man den Aufstieg in Liga 3 im dritten Anlauf endlich schaffen würde.