RB Leipzig verschenkt Punkte gegen Pauli-Reserve

Am Schluss stand auf der Anzeigetafel ein mageres 1:1 – zu wenig für die ambitionierten Roten Bullen. Doch gegen die konzentriert spielenden Nordlichter aus Hamburg vermochten es die Leipziger nicht, die Partie zu entscheiden. +++

Es war ein offenes Spiel. Anders als vielleicht vermutet, versteckte sich St. Pauli keineswegs, sondern spielte munter mit. Die erste Hälfte gehörte aber trotzdem den Roten Bullen, die vom Anpfiff weg enormen Druck aufbauten. Pauli war zunehmend in der Defensive, verteidigte aber geschickt, während RB es nicht schaffte, gute Angriffe mit Toren zu krönen.

Erst in der 33. Spielminute gelang es den Leipzigern, einen gelungenen Spielzug mit einem Treffer abzuschließen. Nach einer Flanke von Schulz war es Daniel Frahn, der aus sechs Meter über Pauli-Keeper Schenk köpfte und zum 1:0 traf. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel ein merkwürdiges Bild. RB Leipzig wirkte fahrig, machte eigenartig viele Fehler und kam nicht richtig in Tritt. Ganz anders die Hamburger, die weiter geschickt auf ihre Chancen warteten und in der 57. Minute mit dem Ausgleich belohnt wurden.

Eine Unachtsamkeit der RB-Abwehr nutzte Pauli-Stürmer Braun, der uneigennützig auf den besser positionierten Pini ablegte, sodass dieser wiederum unkompliziert zum 1:1 vollendete.

Danach wurde die Partie zunehmend härter. Die Roten Bullen vermochten es nicht, weiter Akzente zu setzen und gaben die Spielkontrolle aus der Hand. Das Spiel war jetzt vom Kampf geprägt, es hagelte viele gelbe Karten. Besonders schmerzlich dabei die Verwarnung für RB-Spieler Müller, der dadurch im nächsten Liga-Spiel zuschauen muss.

In der Schlussphase probierte RB dann noch einmal alles, scheiterte aber entweder am guten Pauli-Torwart Schenk oder am eigenen Unvermögen. Pauli gab sich mit dem Punkt zufrieden und sicherte nur noch das Ergebnis.

Unterm Strich ein Partie, die man nicht in Erinnerung behalten wird. Für RB Leipzig wurde es nichts mit dem zweiten Heimsieg, in der Red Bull Arena klemmt es einfach. Die Zweite Garde von St. Pauli hat sich als Stolperstein erwiesen und gezeigt, dass sie als Aufsteiger selbst mit den Großen der Liga mithalten kann.

Für RB Leipzig werden die nächsten Spiele jedenfalls nicht einfacher: Am Dienstag wartet Augsburg im DFB-Pokal, am Sonntag dann der hoch motivierte ZFC Meuselwitz.