Reaktionen aus Sachsen auf Anschläge in Brüssel

Ministerpräsident Tillich es sei ein Angriff auf alle, die in Frieden und Freiheit leben wollen. Die Grünen mahnen, die offenen Gesellschaften dürften sich nicht kleinkriegen lassen.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich zu den Anschlägen in Brüssel:

„Die erneuten Anschläge im Herzen Europas sind ein Angriff auf uns alle, die in Frieden und Freiheit leben wollen. Wir müssen als Europäer noch enger zusammenstehen und unsere Lebensart verteidigen. Unsere Gedanken sind bei Familien und Freunden der Opfer, unsere Unterstützung gilt Belgien und allen, die jetzt unseren Beistand brauchen. Wir sind stärker als diejenigen, die unsere Zukunft in einem demokratischen Europa zerstören wollen.“

Volkmar Zschocke, Vorsitzender der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: „Erneut sind viele Tote bei einem Terroranschlag in einer europäischen Metropole zu beklagen. Zudem gab es viele Verletzte. Es ist furchtbar. Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden der Opfer.“ „Wir müssen zeigen, dass in unseren offenen Gesellschaften jeder seinen Platz finden kann. Und dies unabhängig von seiner oder ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Die offenen Gesellschaften dürfen sich nicht kleinkriegen lassen.“ „Die Spirale der Gewalt und Hass darf sich nicht weiterdrehen. Wenn die sogenannte ‚Initiative Heimatschutz Meißen‘ nun bedauert, dass die Anschläge nicht EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erreicht haben, dann ist das eine Sache für den Staatsanwalt.“

Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, sagt im Namen seiner Fraktion zur Anschlagsserie in Brüssel:   

Wir sind erschüttert über die neuerlichen terroristischen Gewalttaten, über die erneuten menschenfeindlichen Anschläge auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen in Europa. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Die Hintergründe dieser abscheulichen Taten müssen schnellstens aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden, wobei wir den Behörden vollen und schnellen Erfolg wünschen.  

Fast täglich sterben Menschen durch Terrorakte, nicht nur mitten in Europa, wie es heute wieder geschehen ist. Wir sind es auch allen Terroropfern schuldig, einerseits Täter und Hintermänner zur Verantwortung zu ziehen und andererseits unser Gesellschaftsmodell gegen Angriffe zu verteidigen. Terroristen lassen sich nicht besiegen, indem Menschen- und Freiheitsrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Angesicht ihrer Bedrohung geschwächt werden. Selbstverständlich müssen die Sicherheitsbehörden in der Lage sein und in die Lage versetzt werden, die Bevölkerung bestmöglich vor Anschlägen zu schützen.

Angst ist eine verständliche Reaktion auf Terror. Gleichzeitig ist sie ein Ziel, das terroristische Gewalttäter verfolgen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Terroristen ihre Ziele erreichen. Deshalb müssen wir dem Terror und seinen Organisationen die Lebensgrundlage entziehen – indem wir stets und überall Solidarität üben sowie der Ausgrenzung von Menschen entgegentreten, ganz egal, mit welchen Vorwänden diese gerechtfertigt werden soll.