Reaktionen aus Sachsen auf Wahlsonntag

Die drei Landtagswahlen am Sonntag haben die Parteienlandschaft durcheinandergewirbelt. Überall ist die AfD mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage eingezogen. Wie reagieren die Parteien in Sachsen darauf? Wir haben heute im Landtag in Dresden nachgefragt.

Die Unzufriedenheit im Umgang mit der Flüchtlingskrise ist jetzt auch in den Wahlurnen angekommen. Nach den drei Landtagswahlen am Wochenende versuchen auch die sächsischen Parteien ihre Lehren aus den Ergebnissen zu ziehen.

Der Landesvorsitzende der LINKEN Rico Gebhardt erkennt die Wahlergebnisse seiner Partei als eine klare Niederlage in allen drei Bundesländern an. Auch sie verloren einen großen Teil ihrer Wähler an die AfD.

Vom Stimmenverlust einiger Parteien profitierte überwiegend die AfD. Dabei bekam sie in Sachsen-Anhalt die meisten Stimmen und konnte mit einem Ergebnis von über 24 Prozent abschneiden. Damit wurde sie aus dem Stand zweitstärkste Partei. Die AfD sieht sich allerdings nicht als eine reine Protestpartei.

Auch für die CDU waren die Ergebnisse nicht erfreulich. Sie will ihre Wähler zurückgewinnen.

Die GRÜNEN sind wohl der Wahlsieger in Baden-Württemberg. Mit über 30% sind sie stärkste Partei.

Doch in den anderen beiden Bundesländern kamen sie gerade so über die fünf-Prozent-Marke und sind damit nur knapp in den Landtag eingezogen.

Die SPD freut sich vor allem über den Erfolg der stärksten Partei in Rheinland-Pfalz, hat aber gleichzeitig in den anderen beiden Bundesländern viele Stimmen verloren.

Die Wahlergebnisse werden die Parteien wohl auch in den nächsten Tagen noch beschäftigen.