Rechter Aufruhr im Leipziger Osten

Neonazis aus dem Spektrum „Freie Kräfte“ und junge Nationaldemokraten nutzen seit November 2011 ein Wohnhaus in der Langen Straße im Leipziger Osten. Sehr zum Ärgernis der dortigen Anwohner. Wir haben mit Juliane Nagel (DIE LINKE) gesprochen.+++

Zu ihrem Einzug hissten die „neuen Mieter“  eine Fahne mit der Aufschrift „My  blood is my honour, my race is my pride“. Erst Wochen später wurde diese wieder entfernt. Die Hausverwaltung unternimmt, laut Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Nazis, auch nach mehrmaligen Anrufens von Seiten anderer Mietparteien nichts gegen die Nazimieter.
Die Anwohner, darunter auch Familien mit Kindern, fühlen sich bedroht durch die im Haus ein und aus gehenden Personen.
Seit ihrem Einzug nutzen die Neonazis diese Wohnung in der Langen Straße als Treffpunkt. Mittlerweile gehen dort, laut Pressemitteilung, bekannte Gesichter der NPD Leipzig und der gewaltbereiten, rechtsorientierten Fußball-Fan-Szene ein und aus – dies scheinbar geduldet von den Hauseigentümern, der SGK Liegenschaftsverwaltung GmbH. 
Alle bisher stattgefundenen Interventionen und Anrufe bei der Hausverwaltung blieben ohne Erfolg. Aus Angst vor den Nazimietern ist ein unbeschwertes Wohnen für die anderen Mietparteien nicht mehr möglich. 
Es bleibt nun abzuwarten, ob weitere eingeleitete Schritte zum Erfolg führen oder die Mieter weiter in Angst vor Sachbeschädigung und Gewalt leben müssen.