Rechtsextremen-Demo von Polizei aufgelöst

Rechts marschiert nicht durch Leipzig. Das Bündnis „17. Oktober“ organisierte Gegendemonstrationen gegen die geplante Rechtsextremen-Demo am Samstag.

Samstagmittag gegen 12 Uhr versammelten sich am S-Bahnhof Sellerhausen ca. 1.300 Rechtsextreme unter dem Motto „Recht auf Zukunft…“. Gleichzeitig versammelten sich auf der anderen Seite ca. 3.000 Gegendemonstranten – unter den Gegendemonstranten befanden sich auch hunderte Linksextreme.

Die Eröffnungskundgebung der Rechtsextremen in der Eisenbahnstraße verzögerte sich bis in die Nachmittagsstunden um mehrere Stunden – die Polizei führte Personenkontrollen vor Ort durch.

Größtenteils friedlich verliefen die Gegendemonstrationen, laut Polizei.

Aus der Rechtsextremendemonstration flogen Steine und Flaschen auf die Polizeikräfte – vier Polizisten wurden dabei verletzt. Durch die Übergriffe löste die Polizei die rechte Demonstration gegen kurz vor 16 Uhr auf. Bis 17:30 Uhr kam ein Großteil der Rechtsextremen am Hauptbahnhof.

Nach der Demo-Auflösung entstanden in den Straßen immer wieder Gruppierungen von Linksextremen laut Polizei. Insgesamt nahm die Polizei während des gesamten Einsatzes 114 Personen in Gewahrsam. Auch Wasserwerfer mussten kurzzeitig zum Einsatz kommen.

Sonntag bedankten sich Oberbürgermeister Burkhardt Jung und auch Christian Führer, ehemaliger Pfarrer der Nikolaikirche, für die friedlichen Gegenproteste und das große Engagement der vielen Leipziger.

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