Reformationsausstellung im Hauptstaatsarchiv

Dresden – Martin Luther leitete im 16. Jahrhundert mit seinem Handeln die Reformation der Kirche ein. Wie er sich gegen den Papst stellte und sein einstiger Befürworter Herzog Georg zu einem entscheidenden Gegner wurde, beleuchtet eine neue Ausstellung des Hauptstaatsarchivs. Der Papst Leo X. förderte den Ablasshandel, was für Martin Luther der Anstoß für seine 95 Thesen war. Leo X. verurteilte diese Schriften und stellte eine Bannandrohungsbulle aus. Damit drohte er mit dem permanenten Ausschluss der religiösen Gemeinschaft. Luther verbrannte diese 1520 als Zeichen seiner Abwendung von Rom. Der Gegenstand von Luthers Zorn kann als handschriftliches Original besichtigt werden. Neben Zeitzeugnissen, die teilweise erstmals zu sehen sind, bietet das Hauptstaatsarchiv auch ein großes Begleitprogramm zu dem Thema.

Die Ausstellung ist vom 14. September bis 11. Januar des Folgejahres zu sehen. Die Uhrzeiten für Vorträge und Führungen und weitere Informationen finden Interessierte unter www.archiv.sachsen.de . Der Eintritt, sowie die Teilnahme am Rahmenprogramm, ist kostenfrei.