Region Chemnitz Spitzenreiter bei der „InnoPrämie“

Bis Mitte Juli 2012 sind 147 Anträge für „InnoPrämien“ eingegangen. Davon konnten 113 bewilligt werden.

106 kleine und mittlere Unternehmen haben davon profitiert. Bewilligt wurden etwa 970.000 Euro. Darüber informierte heute die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, im Rahmen einer Pressekonferenz in Dresden.

„Mit der ‚InnoPrämie‘ helfen wir kleinen Unternehmen, ihre Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Region Chemnitz ist mit 65 „InnoPrämien“ Spitzenreiter. Nun gilt es in allen Regionen des Freistaats, besonders auch im Raum Leipzig für diese erfolgreiche Form der Förderung zu werben“, so die Wissenschaftsministerin. Die Region Dresden folgt mit 28 und die Region Leipzig mit 20 „InnoPrämien“.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hatte dem Kabinett heute einen Bericht über die Ergebnisse der Evaluation der „InnoPrämie“ vorgelegt. Die vom Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik (IfS) Berlin durchgeführte Evaluation hat Anfang 2012 die bisherige Förderung bewertet, deren Inanspruchnahme durch sächsische kleine und mittlere Unternehmen analysiert und Handlungsempfehlungen für eine Fortsetzung der Förderung ab 2013 abgegeben. Die „InnoPrämie“ ist danach im Hinblick auf die Programmziele „Erhöhung der Anzahl innovierender Unternehmen“ sowie „Mobilisierung von kleinen und mittleren Unternehmen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten“ als erfolgreich einzustufen. Weniger Wirkung zeigte die „InnoPrämie“ bislang bei Verfolgung der Programmziele „Intensivierung der Zusammenarbeit von Unternehmen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ sowie „Anregung dieser Einrichtungen zur Verwertung ihres technologischen Wissens und ihrer FuE-Kompetenzen“. Daraus wurde die Empfehlung abgeleitet, das Förderprogramm mit modifizierten Förderkonditionen in Hinblick auf das förderfähige Projektvolumen und die Anzahl der „InnoPrämien“ pro Jahr fortzusetzen. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wird diese Empfehlungen prüfen und im Herbst 2012 eine angepasste Förderrichtlinie vorlegen.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst startete Mitte 2010 mit der „InnoPrämie“ ein neues Innovationsförderprogramm. Damit sollen Unternehmen Unterstützung beim Erwerb wissenschaftlicher Einstiegsarbeiten im Vorfeld der Entwicklung von Produkten oder Verfahren erhalten. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaats Sachsen finanziert. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent, maximal 10.000 Euro pro Jahr und Unternehmen.

Der sächsischen „InnoPrämie“ liegt ein schlankes Antragsverfahren zugrunde. Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank -. Zu den förderfähigen Aufgaben zählen u. a. Machbarkeits- und Werkstoffstudien, Produkttests sowie Konstruktions- und Laborleistungen. Förderfähig sind nur Leistungen aus externer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Die externen Dienstleister können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen sein. Kleine und mittlere Unternehmen aus Sachsen können dabei nationale oder internationale Anbieter in Anspruch nehmen.

Die Palette der bisher bewilligten „InnoPrämien“ reicht von der Entwicklung eines au-tomatisierten Pferderückenmodells, einer Eimerkralle, der Konstruktion eines Aquamobils, über ein Aktionskühl- und Präsentationsregal für Lebensmittel, einer web-basierten Trainingsplattform, einem neuartigen Betriebsführungskonzept für Kleinwind-energieanlagen, der Fertigungsautomatisierung von Hopfenaufleitdrähten bis hin zu Trommeln mit veränderbarer Klangerzeugung.

Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es unter www.sab.sachsen.de/innopraemie .