„Regionales Aktionsnetzwerk Heidelberger Druck“ gegründet

Am Mittwoch wurde von der Stadt Leipzig und dem Deutschen Gewerkschaftsbund die Initiative „Regionale Aktionsnetzwerk Heidelberger Druck“ gegründet. +++

Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass der Leipziger Standort des Unternehmens Heidelberger Postpress geschlossen und rund 250 Mitarbeiter entlassen werden sollen, meldet sich nun auch die Stadt zu Wort. Am Mittwoch wurde zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund eine Initiative ins Leben gerufen. Dieses sogenannte „Regionale Aktionsnetzwerk Heidelberger Druck“, soll vor allem zum Informationsaustausch zwischen den Leipziger Beschäftigten und der Geschäftsführung sorgen. Außerdem soll so der Betriebsrat auf Landes-und Bundesebene unterstützt werden. Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht sieht trotz der Schieflage eine hohes Potenzial.
Das Aktionsnetzwerk hat bereits erste Maßnahmen eingeleitet, die in den nächsten Tagen und Wochen konkretisiert werden. Dabei geht es unter anderem um Konzepte, durch die der Standort im Gewerbegebiet Nordost gerettet werden könnte. Außerdem will das Aktionsnetzwerk prüfen, ob der von Heidelberg Postpress veranlasste Ausverkauf von Maschinen und Know How so überhaupt rechtmäßig ist. Albrecht machte aber auch klar, dass es schwierig werden wird, das Unternehmen mit allen derzeit Beschäftigten weiterzuführen. Nach Angaben der Geschäftsführung von Heidelberger schrieb der Leipziger Standort in den letzten Jahren nur noch rote Zahlen. Dennoch soll alles versucht werden, um zumindest die meisten Arbeitsplätze zu erhalten.
Zu den Mitgliedern des Aktionsnetzwerkes gehören neben der Stadt Leipzig und dem DGB auch die IG Metall, die Industrie- und Handelskammer und der Betriebsrat des Unternehmens. Weitere Unterstützer sind willkommen.