Regionales Handwerk weiterhin auf Erfolgskurs

Chemnitz- Der regionalen Wirtschaft geht es so gut wie noch nie- das geht aus dem Frühjahrsbericht zur Konjunktur im Handwerk hervor. Die Handwerkskammer Chemnitz präsentierte bei einem Pressegespräch in der Chemnitzer Druckerei Willy Gröer die Ergebnisse.

Der Konjunkturindex hat in diesem Jahr mit 141,4 Punkten einen neuen Spitzenwert erreicht. Auch die saisonalen Schwankungen fielen in den Handwerksbetrieben aufgrund des milden Winters sehr gering aus. Handwerksbetriebe in allen Regionen des Kammerbezirks verzeichneten eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Geschäftslage. Besonders der Landkreis Mittelsachsen sticht dabei heraus. Diese positive Entwicklung ist einem gesunden Branchenmix, als auch den gewachsenen Wirtschaftsstrukturen zu verdanken.

Bei der Konjunkturumfrage wurden erneut steigende Einkaufspreise festgestellt. Das betrifft vor allem Bau-, Kfz- sowie Nahrungsmittelbetriebe. Nur 42,9 Prozent der Betriebe konnten dies auf steigende Verkaufspreise umlegen. Durch die gute Geschäftslage, befindet sich auch die Betriebsauslastung auf einem hohen Niveau. So gab ein Großteil der Betriebe eine Auslastung von 80 Prozent und mehr an. Davon betroffen sind vor allem Betriebe des Bauhandwerks.

Das Nahrungsmittelgewerbe hat nach wie vor mit der Konkurrenz der Discounter zu kämpfen. Man müsse die Generation Z überzeugen, wieder mehr auf Qualität zu setzen und die regionale Wirtschaft zu stärken, so Markus Winkelströter, der HWK-Hauptgeschäftsführer. Auch die Veränderung des Handwerks durch die Digitalisierung war ein zentrales Thema. Mit der Automatisierung von Arbeitsprozessen könne auch dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt werden, so Frank Wagner. Um den Fachkräftebedarf zu sichern, nutzt die HWK verschiedene Möglichkeiten.

Außerdem wurden im Hinblick auf die Wahlen europapolitische Forderungen vorgestellt. Dazu gehörten zum Beispiel die Förderung des Welthandels oder der Erhalt eines EU-Binnenmarktes.

Für den Konjunkturbericht wurden insgesamt 2000 zufällig ausgewählte Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer befragt.