Reinigung der Elbe nach Hochwasser mit Spezialschiff

Um die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt nach der Flut zu gewährleisten, wird die Fahrrinne der Elbe mit einem der modernsten Peilschiffe der Welt auf Unterwasserhindernisse abgesucht. +++

Aufgrund des plötzlich einsetzenden und schnell steigenden Hochwassers am letzten Wochenende, ist es zu erheblichem Aufkommen von Treibgut auf der Elbe gekommen. Dieses wurde vor allem durch die Nebenflüsse in Sachsen in die Elbe eingebracht. Ebenfalls wurden große Mengen von Steinen, Kies und Sand in die Elbe geschwemmt. Um die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt zu gewährleisten, wird die Fahrrinne der Elbe im Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Dresden ab Montag, dem 16. August auf Sand- und Kiesbänke sowie Unterwasserhindernisse abgesucht.

Dabei wird dem Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden das Peilschiff „VISURGIS“ Hilfe leisten. Die VISURGIS (lat. Weser) ist eins der modernsten Peilschiffe der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung der Bundes. Sie ist 24,97 m lang und 7,58 m breit. Das 2008 bei der Wasserund Schifffahrtsdirektion Mitte in Hannover in Dienst gestellte Messschiff ist 70 Tonnen schwer, hat einen Tiefgang von 80 cm und ist mit einem 260 PS Motor sowie einer Fächerecholotanlage ausgestattet.

Mit dieser Messanlage ist es bei den jetzigen Wasserständen möglich, den Sohlgrund der Elbe auf einer Breite von mehr als 20 Metern aufzuzeichnen. Dabei werden flächenmäßige Veränderungen an der Sohle durch Kies- und Sandablagerungen, aber auch punktuelle Hindernisse mit genauen Koordinaten erfasst und auf dem Schiff ausgewertet. Hindernisse werden unmittelbar nach der Messung von einem das Peilschiff begleitenden Baggerkomplex beräumt. Notwendige Baggerungen von Kies- und Sandbänken erfolgen bei niedrigeren Wasserständen.

Das Peilschiff „VISURGIS“ wird voraussichtlich ab Montag, dem 16. August 2010 ab Riesa mit den Messungen beginnen und die Sohle der Elbe von dort aus in der nächsten Woche bis zur Grenze zur tschechischen Republik aufnehmen.

Quelle: Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden

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