Reiseland Sachsen international beliebt

Dresden - Der Freistaat erfreut sich beim internationalen Publikum zunehmender Beliebtheit. Von Januar bis Oktober 2017 verzeichnete Sachsen ein Plus von 7,1 Prozent bei Übernachtungen von ausländischen Gästen und liegt damit über dem bundesweiten Durchschnittszuwachs von drei Prozent.

Die größten Übernachtungssteigerungen kommen aus den Quellmärkten im Osten – allen voran Polen (+34,4%), Russland (+26,1%), Tschechien (+17,7%) und China (+18,8%) – aber auch aus den USA (+12,6%). Betrachtet man die absoluten Zahlen, führen die Niederlande mit rund 160.000 Übernachtungen die Statistik an, gefolgt von Polen (rund 152.000), der Schweiz (rund 130.000), den USA (rund 128.000) und Österreich (rund 127.000).

Besonders erfreulich: Nicht nur die Zahlen internationaler Gäste in Sachsen steigen, sie sind im bundesweiten Vergleich auch am zufriedensten. Laut „Destination Satisfaction Index 2017“ von Norstat Deutschland GmbH und dp2research schneiden Sachsen und Thüringen mit den höchsten Zufriedenheitswerten innerhalb Deutschlands ab. Dabei werden vor allem Landschaft und Natur sowie Sicherheit und Service/Gastfreundschaft überdurchschnittlich gut bewertet.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sieht in diesen Ergebnissen die beharrliche Arbeit der hiesigen Tourismus-Branche bestätigt: „Das touristische Interesse am Reiseland Sachsen ist groß. Das haben auch unsere diesjährigen Delegationsreisen nach China und in die Niederlande – unser wichtigster touristischer Quellmarkt im Ausland – gezeigt. Es spricht sich herum, dass Sachsen eine attraktive Kombination aus Großstädten, Fluss-, Seen- und Mittelgebirgslandschaften sowie Kultur- und Freizeitangeboten bietet. Mit neuen Projekten wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Tourismuswirtschaft stärken und ausbauen.“ Bei der für 2018 geplanten Auslandsreise in die Schweiz steht die touristische Vermarktung Sachsens wieder im Mittelpunkt.

Zur positiven Entwicklung des sächsischen Tourismus tragen auch die beiden internationalen Verkehrsflughäfen unter dem Dach der Mitteldeutschen Flughafen AG bei. Seit dem Frühjahr 2017 bereichern neue Direktflüge aus/nach Moskau den Flugplan des Leipzig/Halle Airport. Sie ergänzen das tägliche Angebot auf der Strecke Moskau – Dresden. Weitere regelmäßige Direktflüge gibt es u. a. von/nach Amsterdam, Basel, Istanbul, London, Wien und Zürich. An die beiden wichtigsten deutschen Luftfahrtdrehkreuze – die Flughäfen Frankfurt und München – sind Sachsens Airports bis zu 19-mal täglich angebunden.

Ende April 2018 wird das Reiseziel Sachsen noch besser mit Russland verknüpft: Erstmals seit der Wiedervereinigung gibt es von da an wieder Direktflüge zwischen den Partnerstädten St. Petersburg und Dresden. Darüber hinaus werden im Mai neue Direktflüge von Athen und Barcelona nach Dresden aufgenommen.

„Von den neuen Flugverbindungen erhoffen wir uns weitere Impulse für den sächsischen Tourismus“, sagt Martin Dulig und ergänzt mit Blick auf die aktuelle Situation der Luftverkehrsbranche: „Unsere sächsischen Flughäfen behaupten sich in einem schwierigen Marktumfeld. Der innerdeutsche Luftverkehr ordnet sich nach der Insolvenz von Air Berlin gerade neu. Die instabile politische Lage in der Türkei und Nordafrika wirkt sich auf die Nachfrage im touristischen Flugverkehr aus. Das erfreuliche Wachstum der Passagierzahlen in Leipzig/Halle und Dresden, insbesondere auch beim Auslandsaufkommen, ist daher keine Selbstverständlichkeit.“

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