Reitzenhain: Tauchereinsatz

Einen Polizeieinsatz unter Extrembedingungen gab es am Samstag an einem Teich am Reitsteigweg, nahe Reitzenhain.

Der Grund dafür war, dass am Freitagmittag zwei Eisangler am sogenannten Steinbruchteich Schuheindruckspuren einer Person bemerkt hatten. Diese führten vom Ufer etwa 30 m bis zur Teichmitte. Besorgniserregend für die beiden Männer war zum einen, dass an der Stelle, an der die die Spur endete, das Eis gebrochen, jedoch wieder zugefroren war. Zum anderen führte keine Spur zurück zum Ufer. Unter dem Eis wollen die Männer einen menschlichen Körper wahrgenommen haben.

Eine Untersuchung des vermeintlichen Ereignisortes am Freitagmittag bestätigte die ersten Wahrnehmungen der Angler, allerdings wurde kein menschlicher Körper gefunden. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Reitzenhain hatten dazu das an dieser Stelle ca. 30 cm dicke Eis aufgesägt. Das Alter der Schuheindrücke wurde auf zwei bis drei Tage geschätzt.

Am Samstag gab es eine erneute Suche, doch die Taucher konnten erneut keine Person ausmachen.

Im Zuständigkeitsbereich der PD Chemnitz-Erzgebirge gibt es keine Person, die entsprechend dem Alter der Schuheindruckspur, seit Beginn der letzten Woche vermisst wird. Derzeit wird geprüft, ob es in der benachbarten Region Tschechiens einen entsprechenden Vermisstenfall gibt.

Die Polizei warnt davor, Eisflächen zu betreten. Bei einer unregelmäßigen Tiefe kann ein Gewässer eine ebenso unregelmäßige Eisdicke aufweisen, wodurch die Gefahr des Einbrechens besteht.

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