Rekorderlös von 86.500 Euro für Leipziger Kinderhilfsprojekte übergeben

Leipzig - Mit einer Rekordsumme konnte am Dienstag der Erlös der Opernball-Tombola an die Stiftung "Leipzig hilft Kindern" übergeben werden. Als ein Projekt wird der Verein "Bemmchen e.V." mit der Summe unterstützt.

Ein gesundes Frühstück als Grundlage für einen erfolgreichen und konzentrierten Tag. Für die allermeisten Leipziger gehört das zum morgendlichen Alltag. Bei immer mehr Schülern bleibt der Magen allerdings vor dem Unterricht leer. Besonders Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen treten den Weg in die Schule an, ohne vorher ordentlich gefrühstückt zu haben.

An der 20. Oberschule in Schönefeld springt da der Verein Bemmchen e.V. in die Bresche. Noch vor Unterrichtsbeginn können sich hier zweimal in der Woche Kinder mit Hilfe der Lehrer ein gesundes Frühstück zubereiten und gut gestärkt in den Tag gehen. Initiert wurde das Projekt von den Lehrkräften der Schule, wie der Vereinsgründer Sebastian Nitsche erklärt.

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Am Dienstag gab es nach dem Frühstück noch eine saftige Nachspeise für den Bemmchen e.V. Als eines von drei Projekten wird der Verein durch den Erlös der Opernball-Tombola in Zukunft unterstützt. Mit 86.500 Euro ist durch den Losverkauf am Opernballabend eine Rekordsumme zusammen gekommen, die nun durch die Opernball-Organisatoren an die Stiftung "Leipzig hilft Kindern" übergeben wurde.

Den Anreiz für den Loskauf gab auch in diesem Jahr der Automobilhersteller Porsche mit einem Sportwagen in Silbermetallic als Hauptgewinn und das wird auch im nächsten Jahr so sein, weiß der kaufmännische Geschäftsführer, Dr. Joachim Lamla. Dieser soziale Zweck braucht auch im Falle des Bemmchen e.V.s dauerhafte Unterstützung, um nachhaltig arbeiten zu können. Nur so bleibt der Teller morgens nicht leer, Dr. Claudia Nerius von der Stiftung Leipzig hilft Kindern.
 

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Verein will Arbeit in Zukunft ausbauen

Jedes Jahr kommt der Tombola-Erlös des Opernballs der Stiftung "Leipzig hilft Kindern" zugute. Die begünstigten Projekte werden im Vorfeld sorgsam ausgesucht, wie der Geschäftsführer des Opernballs Danilo Friedrich erklärt.

Vor- und Nachbereitung des Frühstücks bedeutet für die Ehrenamtlichen um Sebastian Nitsche einen hohen zeitlichen Aufwand. Mit zwei Frühstücken in der Woche soll aber noch nicht Schluss sein. Ein ehrgeiziges Ziel der Vereinsverantwortlichen, das sicherlich mit der Spende des Opernballs ein Stückchen realistischer wird, sodass zumindest an der 20. Oberschule kein Kind morgens hungrig in den Matheunterricht muss.