Rekordverdächtige Schlaglöcher

Was haben Vancouver und Chemnitz gemeinsam?

Ganz einfach – beide haben Slalomstrecken.

In Vancouver werden die Tore auf Skiern umfahren, und in Chemnitz müssen wir Autofahrer die Schlaglöcher auf den Asphaltpisten umkurven! Vancouver und Chemnitz haben dabei eine weitere Gemeinsamkeit: die Schlaglöcher unserer Straßen sind olympisch rekordverdächtig!

Das sind sie, die Goldkandidaten auf den Asphaltpisten von Chemnitz. Schlaglöcher, die in diesen Tagen jeden Autofahrer mehr oder weniger zum Slalom zwingen. Eine der schwarzen Pisten auf diesem Gebiet ist wohl die Theunertstraße im Zentrum von Chemnitz. Seit sie zur Umleitung der Hartmannbrücke gehört, wurde sie nach und nach zum Albtraum jedes Autofahrers. Auf einer puckeligen Piste reiht sich hier Loch an Loch und strapaziert Nerven und Stoßdämpfer von Mensch und Maschine. Doch wie kommt es zu derartigen Ausbrüchen, wie die Schlaglöcher in der Fachsprache heißen?

Ein Problem, das es durchaus nicht nur in Chemnitz gibt, sondern das zur Zeit bundesweit für Schlagzeilen sorgt. Wer glaubt, nur die Straßen von Chemnitz wären davon betroffen, der irrt, denn auch Landstraßen und Autobahnen sind vor den unliebsamen Hindernissen nicht sicher.

In Sachsen jedoch sind rund 95 Prozent der Autobahnstrecken neu und nach modernsten bautechnischen Anforderungen entstanden.

In Chemnitz sind deshalb gerade jetzt wieder die sogenannten „Straßenflicker“ am Werk und reparieren mit Heiß-und Kaltmischgut die Straßen der Stadt. Bis sie damit fertig sind kann es jedoch noch eine Weile dauern, von den Kosten ganz zu schweigen.

Solange heißt es weiterhin für die Autofahrer in Chemnitz Slalom fahren und hoffen, dass des Deutschen liebstes Kind nicht all zu großen Schaden nimmt.