Retter probten Ernstfall am Flughafen Dresden

Dresden - Am Flughafen Dresden wurde am Samstag ein Flugzeugunfall simuliert. Bei der Notfallübung Lilienthal 2019 probten rund 130 Einsatzkräfte die Zusammenarbeit und das richtige Handeln im Ernstfall. Der reguläre Flugbetrieb fand wie geplant statt. Gemäß den internationalen und europäischen Richtlinien für den zivilen Luftverkehr ist der Flughafen verpflichtet, in einem Abstand von maximal zwei Jahren Notfallübungen durchzuführen.

An der Übung beteiligten sich die Flughafenbereiche Verkehrsleitung und Verkehrszentrale, Flughafenfeuerwehr, Flughafensicherheit, Umweltschutz, Kundendienst und Unternehmenskommunikation sowie der Abfertiger PortGround GmbH. Als Partner beteiligt sind ebenso die Elbe-Flugzeugwerke. Darüber hinaus wirkten zahlreiche Institutionen aus Dresden und Umgebung mit. Hierzu zählten die Berufsfeuerwehr Dresden sowie die Dresdner Stadtteilfeuerwehren (u. a. Klotzsche-Hellerau, Langebrück, Weixdorf, Wilschdorf).

Das Übungsszenario sah die Notlandung eines Flugzeuges vor, welches sich auf einem Testflug befand und auf Grund von Rauchentwicklung im Flugzeug den Flughafen Dresden anflog. Nach der Landung wurden Mitglieder der Besatzung über die Notrutsche sowie durch die Einsatzkräfte des Flughafens evakuiert. Zudem erfolgte ein Löscheinsatz am Luftfahrzeug und an einem Tankfahrzeug, das im Zuge des Flugunfalls beschädigt worden war.

Die Notfallübung hat die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationseinheiten und das richtige Handeln der Retter trainiert. So kann das Risiko für Opfer und Helfer im Ereignisfall minimiert werden. Im Mittelpunkt standen die Brandbekämpfung und Rettung von Menschen nach der Notlandung. Zudem wurden die gültigen Alarm- und Einsatzpläne überprüft sowie die Koordination der Fachdienste und Führungsebenen am Flughafen getestet.