Rhein-Neckar vs Dresden Monarchs – Schwerer Start in die Playoffs

Noch einmal treibt Gary Spielbuehler seinen Kader an. Lautstark dirigiert der Cheftrainer der Dresden Monarchs das Trainingskonzert seiner Königlichen. Schließlich soll am Samstag ein Sieg her. +++

Bereits am kommenden Sonnabend soll schließlich jeder seiner Spieler jubeln dürfen. Der Einzug in das Playoff-Halbfinale lockt. Doch vor die Feier hat der American Football Verband Deutschland (AFVD) bekanntlich ein Viertelfinale gesetzt. Erst wenn ein Sieg gegen schwer auszurechnende Rhein-Neckar Bandits gelingt, dürfte sich Dresdens Trainerfuchs entspannen, seine grimmig fordernde Miene durch ein kleines Lächeln ergänzen. Derzeit bleibt dafür jedoch keine Zeit. Videos werden gesichtet, Spielformationen und Spielzüge bis ins Detail analysiert. Für jede mögliche Gefahr sucht Spielbuehler eine Lösung. Reports werden verfasst. Spieler in kleinen Gruppen instruiert. Jedes Detail könnte schließlich entscheidend sein, wenn es am Sonnabend, den 22. September, in Mannheims MTG Stadion gegen das zweitplatzierte Team der GFL Süd, die RheinNeckar Bandits, geht. Fern der Heimat wartet eine jener unbarmherzigen KO-Partien auf Dresdens Football-Bundesligisten. Jede Niederlage ist ab jetzt die letzte der Saison. Radio Monarchs überträgt das Viertelfinale „Rhein-Neckar vs. Dresden“ live. Ab 15.45 Uhr können alle Daheimgebliebenen den Premierenkampf beider Mannschaften auf www.radio.monarchs.de in Bild und Ton verfolgen.
 
Zuletzt stieg die Formkurve der Dresden Monarchs stetig an. Durchschnittlich 48 Punkte erzielte man in den vergangenen fünf Partien. Nur durchschnittlich 10 Punkte hielten Dresdens Kontrahenten dagegen. „Gegen die Bandits wäre es schön, am Ende einen ähnlichen Punktestand auf der Anzeigetafel zu sehen. Allerdings sollte das keiner von unserem Team erwarten. Die Mannheimer spielen starken Offensivfootball, sind gerade durch die Luft ein äußerst gefährliches Team. Lässt man Quarterback Marco Ehrenfried zu viel Zeit, bringt er seine Pässe an. Das hat er in dieser Saison mit knapp 300 erworfenen Yards pro Spiel deutlich bewiesen. Entsprechend druckvoll muss unsere Defensive agieren. Je weniger Zeit Ehrenfried zum Werfen bleibt, je besser sind unsere Chancen, leichte Punkte und weiten Raumgewinn der Bandits zu verhindern“, analysiert Gary Spielbuehler. Erarbeiten soll und muss sich Mannheim seine Touchdowns, so der simple Plan. Ob über Runningback Sean Cooper oder über Multitalent Danny Washington scheint dabei egal. Allein diese beiden Spieler zu stoppen, wird schwer genug. Bereits zwei Mal (2008 und 2009 gegen Marburg) schied Dresden aufgrund eines überragend aufgelegten Sean Cooper aus dem Playoff-Rennen aus. Ein weiteres Mal soll und darf das nicht passieren.

„Wir sind gewarnt und uns der Gefahr bewusst. Die Ausgewogenheit zwischen Lauf und Pass macht die Rhein-Neckar Bandits zu einem gefährlichen Team. Unsere Abwehr darf sich keine Nachlässigkeiten erlauben. Jeder verhinderte Yard, jeder vereitelte Punkt könnte entscheidend sein“, so Spielbuehler. Nicht wenige Experten setzen auf einen offensiven Schlagabtausch, auf reichlich Punkte und erkämpften Raum. Ein Blick auf die Saisonbilanz beider Mannschaften macht Dresden Vorteil schließlich klar. Die Defensive könnte der Schlüssel in Richtung Playoff-Halbfinale werden. Die Bandits ließen in dieser Spielzeit bislang 439 Punkte zu, Dresden hingegen nur 297. „Hier liegt unser Vorteil, unsere große Chancen. Stoppen wir die Bandits oder halten sie zumindest unter Kontrolle, geben wir unserem Angriff die nötige Ruhe und Gelassenheit, um das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Was wir um jeden Preis verhindern müssen, ist ein Wettrennen beider Offensivabteilungen. Das käme einem Glücksspiel gleich“, warnt Dresdens Cheftrainer. So wird das Premierenduell beider Mannschaften zum bislang spannendsten Schlagabtausch der Dresdner Jubiläumssaison. Ein Sieg würde ins Halbfinale und wohl gegen Kieler Wirbelstürme führen. Es wäre der dritte Halbfinaleinzug nach 2004 und 2010. Radio Monarchs (www.radio.monarchs.de) überträgt wie immer live.
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