Riesen-Demo gegen Hochschulkürzungen

Etwa 5000 Studenten, Lehrer und Professoren versammelten sich am Mittwoch auf dem Augustusplatz. +++

Bundesweit haben am Mittwoch Lehrer, Schüler, Eltern und Studenten gegen die Kürzungen in der Bildungspolitik demonstriert. Die Sparpläne sind ja in Sachsen schon in den vergangenen Monaten immer wieder heftig kritisiert worden. Ganz besonders betroffen ist die Uni Leipzig und deshalb haben sich hier auch besonders viele den Protesten angeschlossen.
Die Demonstrationen an der Leipziger Uni gehören mittlerweile schon fast zum Stadtbild. Die Studenten haben sich in der Vergangenheit einiges einfallen lassen. Mal wurde eine Fahrraddemo organisiert, später die Bildung zu Grabe getragen. Doch am Mittwoch gab es den vorläufigen Höhepunkt. Tausende Studenten aus ganz Sachsen haben sich am Mittag auf dem Augustusplatz versammelt. Die Stimmung war gereizt, denn obwohl es voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht weniger Studenten gibt, sollen bis 2020 über 1000 Stellen an den sächsischen Hochschulen gekürzt werden.
Leipzig trifft es besonders hart, denn schon jetzt stehen die Studiengänge Pharmazie, Klassische Archäologie und Theaterwissenschaften vor dem Aus! Doch Land und Uni schieben sich hier gegenseitig den schwarzen Peter zu. Die Landesregierung sieht sich aber nicht in der Verantwortungn und will die Vorwürfe auch nicht einfach so auf sich sitzen lassen.
In den nächsten Wochen und Montaen wird es weitere Berateungen zu diesem Thema geben. Auch die Höhe der geplanten Stellenkürzungen sollen noch einmal auf den Prüfstand kommen. Denn auch an anderen Hochschulen in Sachsen ist die Lage angespannt. Die TU Dresden ist zwar als Exzellenzuniversität bisher von den Kürzungen ausgenommen, ewig wird das aber nicht so bleiben. Und die TU Chemnitz sieht sich derzeit selbst an der Schmerzgrenze. Spätestens ab 2016 wird es bei aktueller Planung auch hier Einschränkungen geben, so Uni Rektor Arnold van Zyl.